Reinbek - Der strafversetzte Polizist Rocco Schiavone hat es nicht leicht. Das tiefverschneite Aosta-Tal will sich partout nicht den Lebensgewohnheiten des überzeugten Römers anpassen.

Nicht nur, dass er den ganzen Tag mit Eisklumpen anstelle seiner Füße unterwegs ist, auch ein Toter, der auf einer Skipiste gefunden wird, macht ihm das Leben schwer. Der Beamte vermutet bald eine Beziehungstat, jedoch sind in der entlegenen Bergregion alle Bewohner auf die eine oder andere Weise miteinander verwandt, was die Ermittlungen nicht eben einfacher macht.

Antonio Manzini, ein italienischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor, hat mit "Der Gefrierpunkt des Blutes" den Auftakt einer neuen Krimiserie um Rocco Schiavone veröffentlicht. Die Story selbst ist eher konventionell. Lesenswert wird der Roman vor allem durch die skurrilen Figuren mit ihren schrägen Dialogen. Angefangen bei Rocco Schiavone, einem Macho und Ekelpaket, den ein dunkles Geheimnis umgibt, bis hin zu seinen grenzdebilen Untergebenen, gerne auch "Dick und Doof" genannt.

- Antonio Manzini: Der Gefrierpunkt des Blutes, Rowohlt Verlag, Reinbek, 288 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-499-23490-3.