Salzwedel l Auf Gemeindestraßen stehen in Salzwedel rund 3000 Verkehrszeichen, für die die Hansestadt zuständig ist, teilte die Verwaltung auf Anfrage der Volksstimme mit. Ansonsten gehören die Straßen „unterschiedlichen Baulastträgern“, betont Stadtsprecher Andreas Köhler.

Weil Verkehrszeichen als Bestandteile der Straßen gelten, sind auch die jeweils Zuständigen für Ersatz oder Unterhaltung verantwortlich. Also Bund, Land, Kreis oder Kommune. Die Hansestadt betreut somit die Gemeindestraßen, innerörtliche Geh- und Radwege. Sie muss die Verkehrszeichen deshalb auch in Stand halten.

Schilder als Geburtstagsgeschenk

Jährlich werden in Salzwedel 25 bis 30 Schilder zerstört, schätzt Köhler. Allerdings lasse sich in manchen Fällen nicht zwischen Unfall oder Vandalismus unterscheiden. „Eine Anzeige erfolgt jedoch in jedem Fall – also auch bei Fahrerflucht oder gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr.

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Doch die Schilder werden nicht nur zerstört, sondern eben auch geklaut. Etwa zehn Stück pro Jahr. Am beliebtesten dabei sind Ortstafeln, Straßennamenschilder und Verkehrszeichen mit der Angabe 30, 40 oder 50. Sie dienen dann vermutlich als Geschenk zu einem runden Geburtstag.

Die Diebe der begehrten Objekte zu ermitteln, fällt nicht leicht. Das gelingt meist nur, wenn sie auf frischer Tat ertappt werden oder sich selbst anzeigen – beispielsweise bei einem Verkehrsunfall.

Aufkleber "verzieren" Schilder

Immer wieder kommt es vor, dass Verkehrsschilder mit Aufklebern „verziert“ werden. Deren Zahl liegt laut Köhler „sicherlich im dreistelligen Bereich“. Genauer lasse sich die Zahl nicht schätzen, weil sie von städtischen Mitarbeitern regelmäßig sauber gemacht werden.

Verschwundene Zeichen müssen ersetzt werden. Die Kosten dafür sind unterschiedlich. Dabei kommt es auch auf die Abnahmezahl beim Hersteller an. Mit Rohrrahmen, Bodenhülse, Beton und Montagekosten kommen da aber schnell rund 280 Euro zusammen. Wird der Verursacher nicht ermittelt, dann muss die Stadt zahlen. Für den Austausch und den Ersatz von verschlissenen, beschädigten oder eben auch gestohlenen Schildern werden im städtischen Etat jährlich zwischen 8000 und 10 000 Euro angesetzt.