Berlin - Da zuletzt immer weniger Bürger zu Organspenden bereit waren, hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) jetzt an die Bürger appelliert, im Todesfall ihre Organe anderen Menschen zur Verfügung zu stellen.

"Organspenden können Leben retten, jeder kann durch einen Unfall oder eine schwere Krankheit schon morgen in die Lage kommen, auf ein Spenderorgan angewiesen zu sein", sagte der Minister der "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Die Regierung habe 2012 Konsequenzen aus dem Fehlverhalten in einigen Kliniken durch striktere Kontrollen in der Transplantationsmedizin gezogen. Allerdings lasse sich "verloren gegangenes Vertrauen nur langsam zurückgewinnen".

Zuvor hatte die Deutsche Stiftung Organtransplantation mitgeteilt, dass die Zahl der Spender im Vorjahr auf 864 und damit den niedrigsten Stand seit 2008 gesunken sei.