Bangkok (dpa) l Bei der von Blockaden und Störaktionen überschatteten Parlamentswahl in Thailand sind nach Angaben der Wahlkommission so wenig Wähler wie nie zuvor zur Stimmabgabe gegangen. Selbst in den Hochburgen der Regierung hätten nur gut die Hälfte der Wähler ihre Stimmen abgegeben, teilte die Kommission am Montag mit. Bei der Wahl 2011 hatten 75 Prozent der knapp 50 Millionen Wahlberechtigten abgestimmt.

Das Wahlergebnis lag am Montag nicht vor, weil Demonstranten die Stimmabgabe in neun Provinzen und vielen Wahllokalen verhindert hatten. Dort müssen zuerst Nachwahlen organisiert werden.

Die Regierungsgegner kündigten weitere Proteste an. "Das ist jetzt ein Zermürbungskrieg", sagte der Sprecher des "Demokratischen Reformkomitees des Volkes" (PDRC), Akanat Promphan. "Wer länger aushält, gewinnt." Die Demonstranten werfen der Regierung Korruption und Verschleuderung von Staatsgeldern vor. Sie verlangen einen ungewählte Übergangsrat, der vor Neuwahlen Reformen durchsetzen soll. Meinung