Die "Alternative für Deutschland" (AfD) hätte nicht so früh zu Kommunalwahlen antreten sollen. Die Partei ist zu schnell gewachsen, um auf allen Ebenen geeignete Personen installieren zu können, die eine vernünftige Kandidatenauslese garantieren. So irrlichtern nicht nur in Magdeburg und Sachsen-Anhalt auf kommunaler Ebene zweifelhafte Kandidaten umher, die ihre ganz eigenen Ziele verfolgen: Kriminelle, Rechtsextreme, Querulanten.

Die Grünen können ein Lied davon singen. Jahrzehnte nach ihrer Gründung machen ihnen die Pädophilen aus der wilden Findungsphase noch zu schaffen. Eine neue Partei zieht immer auch problematische Persönlichkeiten an. Und vor Ort wird das zum Schaden für die Partei schneller offenbar als in internen Parteiversammlungen. Kommunalwahlen sind basisdemokratisch. Wenn Ortsverbände seriöser Parteien, aber auch Vereine und Verbände, die sich vor Ort engagieren, Kandidaten ins Rennen schicken, kann man zumindest ein "Basisvertrauen" haben.