Dmitri Medwedew ist russischer Präsident und damit erster Mann im Staate. Der Anschlag von Moskau lässt den schmächtigen Mann – Typ intellektueller Apparatschik – in den Augen der russischen Bevölkerung einmal mehr als überfordert erscheinen.

Die Leichen von Domodedowo waren noch nicht einmal geborgen, da musste Medwedew bereits Sicherheitslücken eingestehen. Der Kreml-Chef kann sich nun noch so energisch gebärden, seine Chancen für die Wiederwahl 2012 schwinden weiter.

Davon profitiert Ministerpräsident Wladimir Putin. Der hat die "Schakale" aus dem wilden Kaukasus in seiner Präsidenten-Zeit mit härtesten Bandagen bekämpft. Auch wenn der Erfolg ähnlich begrenzt war wie mit der weichen Medwedew-Linie – im Volk hatte der harte Kurs gegen die-Extremisten starken Rückhalt. Ein Rambo gilt in Russland noch immer mehr als ein Softie mit Verlierer-Image.