Barmer-Chefin Birgit Fischer stimmt die Versicherten der größten gesetzlichen Krankenkasse auf Zusatzbeiträge ein, spätestens 2011.

@109_Meinung_Kommentar_Text:Angesichts steigender Ausgaben für Arzneimittel, Krankenhäuser und Arzthonorare ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann die Mehrheit der Mitglieder aller Kassen Zusatzbeiträge zahlen muss. Wenn Kassenchefs dagegen lamentieren, verkennen sie bewusst die Lage. Denn ausschließlich vom Arbeitnehmer zu zahlende Zusatzbeiträge sind ausdrücklich gewollt: Erst wenn fünf Prozent der Ausgaben aus dem Gesundheitsfonds über Zusatzbeiträge finanziert werden, steht eine Beitragserhöhung an. Das ist nichts anderes als der Einstieg in die Kopfpauschale – durch die Hintertür. Der Versicherte fragt sich indes, was die letzte Gesundheitsreform wirklich gebracht hat außer steigenden Beiträgen, die er allein aus eigener Tasche zu zahlen hat. Es gibt zwar weniger Kassen, aber nicht weniger Bürokratie und noch viel weniger echten Wettbewerb. (Seite 1)