Frankfurt/Main (dpa) l Kräftige Kursgewinne an den Börsen haben das Geldvermögen privater Haushalte in aller Welt auf ein Rekordniveau getrieben. Nicht nur die Deutschen waren 2013 mit einem Brutto-Geldvermögen von 5153 Milliarden Euro (plus 4,0 Prozent) so reich wie nie: Weltweit kletterte das Vermögen der privaten Haushalte in Form von Bargeld, Bankeinlagen, Aktien oder Ansprüchen gegenüber Versicherungen um 9,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit so stark wie seit 2003 nicht mehr, wie der Versicherungskonzern Allianz am Dienstag in Frankfurt bei der Vorstellung des "Global Wealth Reports" mitteilte.

Haupttriebfeder des Wachstums war die ausgezeichnete Entwicklung der Börsen in Japan, den USA und Europa. Das in Form von Aktien und festverzinslichen Wertpapieren gehaltene Vermögen erzielte ein Plus von 16,5 Prozent auf 45 Billionen Euro, wie Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise betonte: "Dahinter steht aber nicht die plötzlich wiederentdeckte Liebe der Sparer für Aktien. Lediglich in den USA floss frisches Geld in nennenswerter Höhe in Aktien oder andere Wertpapiere, Europäer zogen hingegen weiter Geld ab."

Die Westeuropäer hielten fast ein Drittel ihres Geldvermögens in Form von Sicht-, Termin- und Spareinlagen, aber nur 27 Prozent in Wertpapieren. Zum Vergleich: 54 Prozent des Geldvermögens von Nordamerikanern steckt in Aktien Co., aber nur 13 Prozent in Bankeinlagen. Somit erhöhte sich das Brutto-Geldvermögen amerikanischer Haushalte im vergangenen Jahr mit 11,7 Prozent mehr als doppelt so schnell wie das der Westeuropäer (5,2 Prozent). "Für viele private Sparer, insbesondere in Europa, stellen kurzfristige Bankeinlagen immer noch die erste Wahl dar, während um langfristige Anlagen, auch Aktien, weiterhin ein großer Bogen gemacht wird", schreibt Diekmann im Vorwort: "Geld wird nicht investiert, sondern geparkt."