München (dpa). Die Hypo Real Estate (HRE) hat befreit von den Milliardenlasten riskanter Wertpapiere das zweite Quartal in Folge schwarze Zahlen geschrieben. In den ersten drei Monaten verbuchte die verstaatlichte Immobilienbank einen Vorsteuergewinn von 163 Millionen Euro, teilte der Konzern gestern in München mit.

Die Bank, die mittlerweile als Deutsche Pfandbriefbank (pbb) auftritt, hatte die Wende ihrer verlustreichen Geschichte im Oktober eingeleitet. Damals lagerte die HRE riskante Papiere im Wert von 173 Milliarden Euro in eine "Bad Bank" aus.

Die FMS Wertmanagement genannte Abwicklungsanstalt soll die Lasten in den kommenden Jahren abbauen. Eine erste Bilanz zieht die FMS am Dienstag. "Wir sind auf Kurs und konzentrieren uns auf den Markt und unsere Kunden", sagte HRE-Chefin Manuela Better. Sie will nach dem inzwischen weitgehend abgeschlossenen Umbau des Konzerns die HRE auf Gewinnkurs bringen. "Wir sind unverändert sehr zuversichtlich, unsere Ziele zu erreichen und mit der pbb Deutsche Pfandbriefbank im Jahr 2011 profitabel zu sein", sagte Better. Die HRE hatte bereits im vierten Quartal einen Vorsteuergewinn verbucht. In den ersten drei Monaten 2010 hatten sich die Verluste der HRE noch auf 324 Millionen Euro summiert.

Dank der Bad Bank konnte die HRE im vergangenen Jahr ihre Verluste deutlich verringern und verbuchte ein Minus von 859 Millionen Euro. Der wichtigste Schritt auf dem Weg zur Sanierung war die Gründung der FMS. Die Anstalt hat in den vergangenen Monaten die restlichen Milliardengarantien an den Bund zurückgegeben und soll die Altlasten der HRE in den kommenden Jahren wieder zu Geld machen. Als staatliches Institut gilt sie bei privaten Investoren als sehr kreditwürdig. Dennoch dürfte der Abbau der Giftpapiere noch Jahre in Anspruch nehmen.