Die Kita "Kinderparadies" in der Burger Siedlung Ost soll endlich über das Förderprogramm Stark III saniert werden. Dafür ist auch die Nutzung der benachbarten Begegnungsstätte notwendig.

Burg l Munteres Treiben im "Kinderparadies". Die 42 Jungen und Mädchen fühlen sich pudelwohl und werden es noch mehr, wenn die Einrichtung, die in den 50er Jahren errichtet wurde, endlich saniert wird. Und das ist nur im Gesamtkomplex, also mit den Gebäudeteilen, den der Jugendklub derzeit nutzt, möglich, machte Fachbereichsleiterin Runa Bohne von der Stadtverwaltung auf der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses deutlich. Zudem benötige die Kita dringend weitere Räume. Für die Stadt bedeutet dies eine Kündigung des Nutzungsvertrages mit dem Kreis-Kinder- und Jugendring.

Die Stadträte gehen diesen Weg mit, fordern allerdings auch eine Alternative für die Begegnungsstätte.

Jetzt machten sich Frank Endert, Martina Böhme (beide Freie Wähler/Endert-JL) und Barbara Bester (Die Linke) ein Bild von der Einrichtung, die in der vergangenen Förderperiode nicht berücksichtigt worden war. Doch der Zahn der Zeit nagt am und im Haus. So verfügt die Kita unter anderem über zu wenig Waschbecken für die Anzahl der Kinder. Außerdem: "Es gibt keinen Bewegungsraum, und die Erzieherinnen haben auch keinen Raum, in dem sie ihre Sachen ablegen können. Auch ein separater Schlafraum ist nicht vorhanden", erläuterte Margit Dohm vom Bau-Fachbereich.

Die Begegnungsstätte werde nur sehr wenig genutzt, sagte Kita-Leiterin Andrea Horn. Schon deshalb und wegen der Platznot sei es sinnvoll, diese Räumlichkeiten der Kita zuzuordnen.

"Wichtig ist es jetzt, die Zimmer der Kita zu erweitern", stellte Barbara Bester fest. Damit könnten auch die erforderlichen Räume geschaffen werden, ist sie sich sicher.

Für Frank Endert ist es wichtig, das Kita-Gebäude von außen zu dämmen und eine Fußbodendämmung ins Auge zu fassen. "Außerdem müssen wir auch daran denken, dass sich die Kindereinrichtung für Mädchen und Jungen aus dem Ihletal förmlich anbietet", so Frank Endert.

Als äußerst positiv wurde der Spielplatz eingeordnet. "Er ist ein Traum und hat sogar einen kleinen Rodelberg", freute sich Martina Böhme.

Die Kosten für eine Erweiterung beziehungsweise Sanierung werden vom Bauamt mit rund 580 000 Euro veranschlagt.