In etwa zehn Städten in Sachsen-Anhalt spielen Räte und Verwaltungen mit dem Gedanken, die Landesgartenschau 2018 in ihre Kommune zu holen. In Burg hat man bereits Nägel mit Köpfen gemacht und nach dem Grundsatzbeschluss des Stadtrates ein Landschaftsarchitekturbüro aus Hildesheim beauftragt, die Bewerbung professionell vorzubereiten und bis Jahresende die Bewerbungsunterlagen zu erstellen. Die Kosten dafür werden durch Sponsoren getragen.

Burg. Allein die Bewerbung für die Landesgartenschau wird etwa 40 000 Euro kosten. "Das Geld kommt aber nicht aus dem kommunalen Haushalt, sondern wurde der Stadt durch Sponsoren aus der Wirtschaft zur Verfügung gestellt", so Sonnhild Noack vom Fachbereich Stadtentwicklung. Mit dem gespendeten Geld muss nicht nur das Planungsbüro, das bereits bei den Landesgartenschauen in Wernigerode und Aschersleben Referenzen erworben hat, bezahlt werden. "Außer für die Machbarkeitsstudie brauchen wir das Geld für Nebenkosten und natürlich Werbung, denn wir wollen schon in der Bewerbungsphase auf Burg als grüne Stadt und möglichen Laga-Standort aufmerksam machen und die Burger Bevölkerung mitnehmen, von der wir uns natürlich breite Unterstützung erhoffen, ebenso wie von unseren Landtagsabgeordneten aus dem Jerichower Land", erklärt Sonnhild Noack.

Sie bildet zusammen mit Andrea Gottschalk von der Wirtschaftsförderung, Finanzfachfrau Runa Bohne, Kultuschef Reinbern Erben und Bauamtsleiter Mario Schmidt die fünfköpfige Arbeitsgruppe innerhalb der Stadtverwaltung, die die Bewerbung für die Landesgartenschau vorantreiben soll.

Im Büro von Sonnhild Noack, in dem sich die Arbeitsgruppe regelmäßig trifft, hängt eine große Karte der Stadt Burg. Grün gekennzeichnet sind die Gebiete, die als Flächen für die Landesgartenschau in Frage kommen. "Wir brauchen mindestens zehn Hektar und haben Flächen von insgesamt 20 Hektar, die vom Planungsbüro jetzt untersucht werden", so Sonnhild Noack. Zu den Untersuchungsflächen gehören unter anderem der Goethepark als möglicher zentraler Eingangsbereich, Bahnhofsgelände, Bauhofgelände, ehemaliger Schlachthof, Soldatenfriedhof, Schwimmhallengelände, Außengelände der Grundschule Albert Einstein, Gelände BBW und Weinberg. "Die Auswahl der Flächen muss natürlich unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit erfolgen", so Sonnhild Noack weiter.

Für ihre Arbeit in den nächsten Monaten hat sich die Rathaus-Arbeitsgruppe bereits Anregungen in Aschersleben und Wernigerode geholt, wo 2010 bzw. 2006 zwei der bisher drei Landesgartenschauen stattfanden, die in Sachsen-Anhalt veranstaltet wurden. Nächstes Ziel einer Dienstreise soll Zeitz sein, wo 2004 die erste Landesgartenschau stattfand.

Am 31. Mai startet offiziell die Ausschreibungsphase für die Landesgartenschau 2018. Bis 31. Dezember müssen alle Unterlagen eingereicht sein. Am 1. März 2012 wird die Vergabekommission dann ihre Entscheidung bekanntgeben.