Lüdelsen (mhd) l Betrüger versuchen mit einer neuen Maschen Geld zu machen. Am Mittwoch erhielt ein Mann aus Lüdelsen gegen 9.30 Uhr einen Anruf. Eine Frau erklärte ihm, dass er bei einem Gewinnspiel eines Wissenschaftsmagazins 49.730 Euro gewonnen habe. Am Donnerstag sollte ihm eine Sicherheitsfirma das Geld zu Hause überreichen. Allerdings hätte der Mann die Kosten für die Sicherheitsfirma tragen müssen - ungefähr 700 bis 900 Euro. Bei einem weiterer Anruf am Donnerstag sollte der genaue Übergabezeitpunkt übermittelt werden.

Da dem Mann diese Geschichte nicht seriös vorkam, wandte er sich an die Polizei. Dort wurde er über das weitere Vorgehen beraten.

Am Donnerstag ging dann der angekündigte zweite Anruf ein. Ein Mann teilte am anderen Ende der Leitung mit, dass dem Geldtransport nichts mehr im Wege stehe und der Lüdelsener nur noch acht "Paysafe"-Karten im Wert von je 100 Euro kaufen solle. Dies sollte die Aufwandsentschädigung für die Security vom Geldtransport sein.

Als der Altmärker dann erklärte, dass er die Karten persönlich übergeben wolle, meldete sich kurze Zeit später ein angeblicher Mitarbeiter von "Paysafe" und versuchte die Kartennummern des Lüdelseners zu erfragen. Da dies nicht gelang, erklärte der Mitarbeiter, das man sich wohl nicht einigen könne und der Geldtransport seines Gewinns nicht stattfinde.

Die Polizei warnt eindringlich vor dieser oder ähnlich angelegten Betrugsmaschen. Spätestens wenn der Gewinner aufgefordert werde, vor der Lieferung eines Geldbetrages oder eines hochwertigen Autos Gebühren zu entrichten, sollten alle Alarmglocken läuten, teilt die Polizei mit. Wenn Zweifel bestehen, biete sich immer ein Anruf auf dem Polizeirevier oder bei der Verbraucherzentrale an.