Zu einem Tag der offenen Tür hatten am Sonnabend die Ortswehr Solpke und die Sachauer Löschgruppe ins Solpker Gerätehaus eingeladen. Und auf dem Programm stand eine umfangreiche Vorführung der Jugendwehr, der aktiven Kameraden und eines Polizeihundeführers.

Solpke l Das war nichts für schwache Nerven und für Leute, die kein Blut sehen können. Michael Boest von der realistischen Notfalldarstellung des DRK Salzwedel hatte den zwölfjährigen Justin Müller täuschend echt als Opfer eines Verkehrsunfalles hergerichtet: unter anderem mit einer schweren Kopfverletzung, Hautabschürfungen und einem offenen Bruch. Der Knochen jedenfalls war zu sehen. Das Ganze gehörte zum Programm des Tages der offenen Tür am Sonnabendnachmittag im Solpker Gerätehaus. Die Jugendwehr demonstrierte die Rettung eines Jungen, der als Radfahrer von einem Pkw angefahren worden war.

Die aktiven Kameraden der Ortswehr Solpke und der Sachauer Löschgruppe zeigten den Besuchern das Aufbauen einer sogenannten langen Wegstrecke, um die Löschwasserversorgung zu sichern. In einer zweite Präsentation wurde das Herstellen einer dreifachen Löschbereitschaft etwa bei Verkehrsunfällen demonstriert mit den drei Medien Pulverlöscher, Schaum und Wasser, erläuterte Ortswehrleiter Sven Grothe.

Polizeihündin Tira im Einsatz

Viel Vergnügen hatten die Zuschauer auch bei der Vorführung von Peter Schlawin, Hundeführer bei der Polizei. Er hatte Hündin Tira, die bei der Personensuche eingesetzt wird, mitgebracht.

Die Damen der Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung hatten mit selbstgebackenen Kuchen für eine gut gedeckte Kaffeetafel gesorgt. Zu den Angeboten gehörten außerdem Kinderschminken, Pflastermalen und Rundfahrten mit dem Löschfahrzeug.

Am Abend ließen die Kameraden mit ihren Partnern den Tag in geselliger Runde bei einem internen Grillfest ausklingen.

"Wir wollen mit diesem Angebot zeigen, dass Feuerwehrarbeit mehr ist, als das Osterfeuer zu organisieren", sagte Sven Grothe. Die Kameraden wollten mit diesem Tag der offenen Tür über ihre eigentliche Arbeit im vorbeugenden Brandschutz und in der Brandbekämpfung informieren. Ein wesentlicher Punkt sei außerdem die Gewinnung neuer Mitglieder. "Wir sind mit 31 Kameraden zwar eine starke Truppe", meinte Grothe. Aber es fehle dennoch an jungen Leuten, die sich für die Feuerwehrarbeit interessieren und in der Wehr mitarbeiten möchten.

   

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