Wenn das Herz mal holpert oder stolpert, spricht der Mediziner von Herzrhythmusstörungen. Diesem besonderen Aspekt der Herzgesundheit war der diesjährige Herzaktionstag in Gardelegen gewidmet.

Gardelegen l Sie können von harmlosen Unregelmäßigkeiten bis hin zu schweren Störungen führen - Herzrhythmusstörungen. Die Deutsche Herzstiftung hat sie in diesem Jahr in den Fokus der alljährlichen Herzwochen im November gerückt. Das Altmark-Klinikum Gardelegen, die AOK Sachsen-Anhalt und das Rosen-Gesundheits-Center in Gardelegen haben eben dieses Thema beim Herzaktionstag in der Hansestadt aufgegriffen. Als starke Partner für ein starkes Herz präsentierten sich im Schützenhaus weiterhin der Paritätische Wohlfahrtsverband, die Gardeleger Selbsthilfegruppe Koronare Herzkranke, Ernährungsberaterin Stefanie Hietel aus Gardelegen sowie die Sportwissenschaftler Stefan Elbe und Erik Lange vom Institut für Prävention und Gesundheitsförderung aus Magdeburg.

"Ich wünsche mir nur, dass sich mehr Menschen präventiv um ihr Herz, dieses Organ, das uns im Takt hält, kümmern würden", sagte Bürgermeister Konrad Fuchs, Schirmherr der Veranstaltung, zur Begrüßung und Eröffnung des Herzaktionstages. "Auch wenn wir hier mit unserem Krankenhaus mittlerweile wieder richtig gut aufgestellt sind, dem Haus und den Ärzten vertrauen können, ist Vorsorge immer besser", betonte Fuchs und übergab das Wort damit an Dr. Michael Schoof, den Ärztlichen Direktor des Gardeleger Klinikums.

"Herz aus dem Takt" lautete der Titel des Vortrages, den Dr. Michael Schoof seinen Zuhörern ankündigte. Häufig sei bei Herzrhythmusstörungen das Vorhofflimmern zu nennen, erklärte Schoof. Das sei sehr ernst zu nehmen, weil es oft einen Schlaganfall zur Folge habe, mahnte Dr. Schoof zur Vorsorge und Vorsicht.

Präventive Messungen vor Ort

"Wenn wir Glück haben, arbeitet unser Herz aber viele Jahre störungsfrei. Zudem gibt es effiziente Diagnose-Methoden, die die meisten von ihnen sicher schon erlebt haben."

Einige dieser Diagnose-Methoden boten die Sportwissenschaftler Stefan Elbe und Erik Lange nebenan im Handwerkersaal an. Für ein Ruhe-EKG und die Messung von Durchblutungsstörungen, die auf die Periphere-Arterielle-Verschluss-Krankheit (PAVK) hinweisen, konnten sich die Besucher anmelden. Mit den Werten des 90-jährigen Gerhard Rösch war Erik Lange bei dieser Messung durchaus zufrieden, wie er dem Senior anerkennend erklärte. "Na, da hilft der regelmäßige Sport in unserer Selbsthilfegruppe (SHG) für Koronare Herzerkrankungen ja wohl offensichtlich", antwortete Gerhard Rösch schmunzelnd.

Die Gardeleger SHG wurde durch Manfred Kutschker an einem Infostand vertreten. Er beantwortete viele Fragen von Besuchern zu den regelmäßigen Treffen der Gruppe, die es seit zwölf Jahren gibt, oder den zahlreichen gemeinsamen Aktivitäten der Mitglieder.

Verschiedene Nusssorten mit den darin enthaltenen guten Fettsäuren, eine kleine Kräuterausstellung und einen einfachen, dafür umso leckereren Brotaufstrich aus Frischkäse und Tomatenmark gab es am Infostand der AOK und bei Ernährungsberaterin Stefanie Hietel. Denn dass bewusste Ernährung auch und insbesondere zur Herzgesundheit beiträgt, ist hinreichend bekannt.

   

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