Auf den Tag genau 80 Jahre nach der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Kleinwulkow am 8. Februar 1934 haben die Kameraden nun das Jubiläum gefeiert. Mit 31 Mitgliedern, davon 20 aktiven, und einer jungen Wehrleitung sollten auch die nächsten Jahrzehnte gesichert sein.

Kleinwulkow l Maik Dieckmann hat am 4. Mai 2012 das Amt des Ortswehrleiters von Wilfried Wagener übernommen, Alexander Reinecke wurde sein Stellvertreter. Mit einem interessanten Rückblick auf die Geschichte der Wehr (Auszüge siehe Info-Kasten) eröffnete Maik Dieckmann die Festveranstaltung, zu welcher die Kameraden ihre Gäste in die Großwulkower Gaststätte Gericke eingeladen hatten. Ganz zum Schluss blickte er dann noch auf des Jahr 2013 zurück und auch nach vorn.

Die Ausbildung sei 2013 sehr gut besucht worden, lobte der Ortswehrleiter. Von den 20 Aktiven seien bei den Diensten alle zwei Wochen immer mindestens 15 da gewesen, und alle sechs Atemschutzgeräteträger haben die Teststrecke absolviert. Auch bei gesellschaftlichen Aktivitäten sei die Beteiligung sehr gut gewesen.

Ein wenig mehr ging Maik Dieckmann auf den Hochwassereinsatz ein: "Am 9. Juni wurden wir nach Jerichow beordert, waren mit 13 Mann im Einsatz. Zehn Minuten, nachdem wir ankamen, brach der Damm an `Rotts Ecke`!" Nach dem Deichbruch bei Fischbeck hatten die Wulkower ab 3 Uhr Bereitschaft in den Gerätehäusern, dann vier Tage Bereitschaft zu Hause. "Das war sehr schwer, denn sie hätten helfen wollen!" Am 13. Juni um 8 Uhr wurden sie dann nach Wust gerufen und hatten dort in den nächsten Tagen noch weitere Einsätze, die sehr gut gelaufen seien.

An sonstigen Einsätzen gab es 2013 nur noch einen "Laternenbrand" in Kleinwulkow und einen umgefallenen Baum zwischen Groß- und Kleinwulkow.

Für 2014 strebe er an, dass der Ausbildungsstand gehalten und noch verbessert werde. Ganz wichtig sei, die Zusammenarbeit mit der Ortsfeuerwehr Großwulkow zu vertiefen. Am 29 August sei ein Tag der offenen Tür, verbunden mit einem Dorffest gemeinsam mit Großwulkow und Hohenbellin geplant. Ziel sei dabei auch, weitere Kameraden zu gewinnen.

Neben Glückwünschen zum Jubiläum sprach Harald Bothe Bürgermeister der Einheitsgemeinde Stadt Jerichow, den Kleinwulkower Kameraden vor allem seinen Dank für den Hochwassereinsatz aus. Er lobte die Ortsfeuerwehr: Es sei eine, "die uns keine Sorgen macht." Wichtig sei, dass Nachwuchs gewonnen werden kann. Mit Blick auf all jene, die noch zögern, Mitglied zu werden, unterstrich der Bürgermeister: "Feuerwehr ist eine schöne, ehrenvolle Aufgabe!"

Stellvertretend für den Landkreis gratulierte Bernd Girke, Verwaltungsvorstand Ordnung, Bau, Umwelt. "Ich bin erfreut, in dieser Randlage des Landkreises eine so leistungsstarke Feuerwehr vorzufinden", lobte er.

Stadtwehrleiter Ralf Braunschweig würdigte den Einsatz der Kameraden: "Bei der Feuerwehr zu sein, heißt 365 Tage im Jahr, 24 Stunden täglich bereit zu sein!" Mit Blick auf die Geschichte der Feuerwehr unterstrich er die Veränderungen: "Der klassische Brand von einst ist heute eher selten." In den Gerätehäusern wachse deshalb der Bestand an Sondergeräten.

Schön wäre es, wenn auch hier wieder eine Jugendfeuerwehr entstehen könnte. "Wir haben zur Zeit nur vier in der Einheitsgemeinde."

Ortsbürgermeister Robert Krebs gratulierte auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Heimatvereins und dankte dafür, dass die Feuerwehr auch das Gemeindeleben bereichere.

   

Bilder