Die Sporthalle an der Berliner Chaussee war am Sonnabend Austragungsort des nunmehr vierten Bismarck-Cups. Die Organisatoren und Helfer um Sportlehrerin Kerstin Mosig verzeichneten mit elf Mannschaften "am Netz" einen neuen Teilnehmerrekord.

Genthin l "Wir haben eine sehr schöne Veranstaltung erlebt, es herrschte eine super Stimmung, ich bin hoch zufrieden", freute sich Organisatorin Kerstin Mosig, nachdem am Sonnabend der vierte Bismarck-Cup über die Bühne gegangen war. Für den Erfolg des Volleyball-Vergleichs, der Ehemalige, Lehrer, Schüler und Eltern zusammenführte, hatte Kerstin Mosig rechtzeitig die Weichen gestellt, indem sie schon seit Monaten tüchtig die Werbetrommel rührte. Obwohl eine Mannschaft absagte, wurde mit elf Mannschaften immer noch ein Teilnehmerrekord erzielt.

An dem Kampf um Aufschläge und Punkte beteiligten sich diesmal Abiturjahrgänge von 1979 bis 2012. Als ältester Spieler stand Jörg "Spencer" Weide mit 55 Jahren auf dem Spielfeld. Die weiteste Anreise hatte André Zigan, der aus der Schweiz in seine Heimatstadt Genthin kam, um beim Bismarck-Cup dabei zu sein.

Besonders erfreulich war aus der Sicht von Kerstin Mosig auch die große Zahl der Zuschauer, so dass der Bismarck-Cup wieder zu einem Top-Ereignis wurde. Erstmals schnupperte der neue Schulleiter, Volker Schütte, die Wettkampfatmosphäre des Bismarck-Cups, der die Turnier-Teilnehmer auch begrüßte. Aber auch sein Vorgänger Gotthard Wienmeister schauten in alter Verbundenheit zu seiner Schule vorbei.

Sportlich feuerte Bürgermeister Thomas Barz, der als Schirmherr des Cups die Nachfolge von Wolfgang Bernicke angetreten hat, die Volleyballspieler an, indem er für das nächste Jahr einen großen Wanderpokal in Aussicht stellte. Für jeden Punkt im Endspiel, das stellte er unter Beifall der Volleyballspieler auch in Aussicht, werde die Stadt einen Euro löhnen. Eine Abrechnung steht in den nächsten Tagen noch aus.

Sportlich endete der Bismarck-Cup diesmal allerdings mit einer kleinen Überraschung. Der Abiturjahrgang 2002 durchbrach die Siegesserie der Eltern, deren erste Mannschaft den fünften und zweite Mannschaft den 10. Platz belegte.

Das sportliche Niveau des Bismarck-Cups, sagte Kerstin Mosig, sei alles andere als "just for fun" gewesen. Insbesondere bei den Endspielen wurde erstklassiger Volleyball gezeigt. Das sei auch dem Umstand zu verdanken, dass sich Volleyballspieler an dem Bismarck-Cup beteiligt haben, die noch aktiv in Ligen spielen, die zum Teil auch dem Genthiner Volleyballverein (GVV) hervorgegangen sind.

Kerstin Mosig verwies auch auf die Hilfe dieses Vereins, ohne die das Turnier schwer durchzuführen gewesen wäre. Schiedsrichter und Schüler hätten ebenso zum Gelingen des Cups beigetragen. Für die musikalische Unterhaltung sorgte Jonas Kahle.

Die Versorgung mit belegten Brötchen, warmen Bockwürstchen, Getränken und Kaffee übernahm die 11. Klasse. "Denkt daran, dass wieder die Abi-Kasse gefüllt werden muss", sagte Kerstin Mosig bei der Eröffnung in die Richtung der Versorger.

Um die Zukunft des sportlichen Vergleichs braucht sich auch nach dieser Auflage niemand Sorgen machen. "Auf jeden Fall wird es im nächsten Jahr wieder einen Bismarck-Cup geben", versicherte Kerstin Mosig.

 

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