Parey l Anfangs sah es noch wenig einladend für Urlauber aus, als die neuen Fertig-Ferienhäuser hier neben das Strandhaus gesetzt worden waren. "So ist das nun mal auf einer Baustelle", räumt Erlebnisdorf-Chef Björn Thomas ein. Inzwischen kann er zeigen, wie sich alles schon positiv verändert hat und noch weiter verändern wird: Wege und Grünanlagen zwischen den Ferienhäusern sind entstanden, auch ein Rastplatz in Ufernähe ist bereits fertig. Ein kleiner Unterstand und ein Spielplatz sind im Bau, ein kleiner Bootssteg hat auch einen Platz gefunden.

Björn Thomas blickt zurück: Im Jahre 2009 hatten er und sein Team hier mit einen Seehotel mit zwei Betten angefangen, dann kamen vier Seehotels dazu, somit standen zehn Betten zur Verfügung. 2011 kam das Strandhaus dazu mit sechs Doppelzimmern - jetzt gab es hier insgesamt 22 Betten, aber gereicht habe das natürlich immer noch nicht. So manche Feier von Gästen von außerhalb sei damals daran gescheitert, dass es nicht genug Übernachtungsmöglichkeiten gab. "Wir haben versucht, Hotels und Zimmer in der Region mit einzubinden, aber das Hin und Her, vor allem nachts nach der Feier, wollten die Gäste nicht."

Das Fazit war: "Wenn wir Bestand haben wollen, müssen wir reagieren." So kam es zur Anschaffung der Ferienhäuser. Was Björn Thomas damals nicht ahnte, war, dass der feine Unterschied zwischen "Wochenendhäusern" (diese ließ der vorhandene B-Plan zu) und "Ferienhäusern" solche Probleme mit sich bringen würde. Nachträglich mussten Planänderungen erfolgen und Genehmigungen eingeholt werden.

Das ursprüngliche Vorhaben, die kleine Halbinsel als Standort für die Ferienhäuser herzurichten, ist inzwischen aber nicht nur deswegen vom Tisch. Auch hier war es die Entfernung vom Strandhaus. Manchem Gast ist das zu umständlich. Das zeigte die Resonanz im vorigen Jahr, denn eines der Ferienhäuser wurde auf einem Bungalow-Grundstück oberhalb der Halbinsel aufgestellt.

Sicherlich sei das Gelände hier neben dem Strandhaus nicht so idyllisch wie dort, allein schon wegen der Straße, auf der unter anderem Kiestransporter fahren. Aber durch die Bepflanzung des Walls zur Straße hin - auch eine Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme - gibt es eine recht gute Abschirmung.

Insgesamt 13 Ferienhäuser stehen nun, und die Bettenkapazität ist somit auf 110 gestiegen. Mehr soll jetzt nicht mehr dazukommen, betont Björn Thomas, höchstens noch gestalterisch - kleine Freizeitangebote und so weiter. Auf der Fläche gegenüber werde es ausschließlich Anpflanzungen geben, da werde nichts gebaut.

Mit der erhöhten Bettenanzahl konnten auch fünf neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Insgesamt sind es jetzt 38 Beschäftigte, davon die meisten aus der Region - dem Jerichower Land und der Altmark.

Was jetzt noch am Rande der kleinen Ferienhaussiedlung entstand und entsteht, könne auch von der Öffentlichkeit genutzt werden - der kleine Spielplatz ebenso wie der Rastplatz am Ufer, und auch der neue Steg. Hier sollen Tretboote anlegen, die dann jeder mieten kann. Denn bisher hat jedes Seehotel sein eigenes Tretboot, aber es sei immer wieder von Besuchern der Wunsch geäußert worden, ein solches auch mal nutzen zu können.

Geplant ist weiterhin, eine kleine Fußgängerbrücke über die Alte Elbe zwischen Strandhaus und Ferienhausdorf bis zum 1. Mai fertigzustellen. Die Gäste brauchen dann nicht mehr über die Straßenbrücke zu gehen.

Der Biergarten wird jetzt wieder täglich von 11 bis 17 Uhr offen sein. Und: Zumindest in der Sommersaison soll auch das Restaurant wieder geöffnet sein. Das "À-la-carte-Restaurant" ganz zu schließen, habe sich nicht bewährt, räumt Björn Thomas ein. Denn auch Ausweichmöglichkeiten fehlen im Ort. Sonntags ist hier nun ab 11 Uhr geöffnet, an den anderen Tagen ab 17 Uhr.

 

Bilder