Halberstadt. Mit einem InfoStand haben Mitglieder des Vereins "Kinder von Tschernobyl der Region Halberstadt" gestern an die Reaktorkatastrophe am 26. April vor 25 Jahren erinnert.

In den Rathaus-Passagen warben Kathrin Thiele und ihre Mitstreiterinnen gleichzeitig um Spenden zur Finanzierung des nächsten Erholungsaufenthalts für Kinder aus dem weißrussischen Dobrusch im Sommer. Hierzu werden nach Angaben der Vorsitzenden noch dringend Gasteltern gesucht, die die zehn Mädchen und Jungen im Alter von acht bis zehn Jahren aufnehmen. Die Vereinschefin: "Sie haben keine ansteckenden Krankheiten, sind nur blasser und anfälliger für Infektionen." Meldungen werden beim Verein jeweils donnerstags von 14 bis 17 Uhr im Büro Bakenstraße 60 in Halberstadt, Telefon (0 39 41) 62 31 30, erbeten. Außerhalb dieser Zeit können sich Interessenten an Petra Bergholz, Telefon (0 39 41) 44 46 54, wenden. Ebenso sind weitere Gaben für die Initiative "250 Pakete für bedürftige Schulkinder" willkommen.

Wie Kathrin Thiele erläuterte, sollte die Aktion gleichzeitig eine Mahnung sein, um die Folgen des Supergaus wieder ins Bewusstsein der Menschen zu rücken.

Die Vorsitzende nutzte die Gelegenheit, sich bei allen Geldgebern herzlich zu bedanken. So übergaben Sophie Nickel und Elisabeth Kosinski vom Schülersprecherrat des Halberstädter Käthe-Kollwitz-Gymnasiums gestern 300 Euro und Sachspenden an den Verein. Die Sparda-Bank hat 500 Euro gestiftet. Am 25. Mai gibt es zudem finanzielle Hilfe von Sachsen-Anhalts Zahnärzten.