Schachdorf Ströbeck (dku). Rund 1000 Fotos aus den vergangenen Jahrzehnten der Entwicklung des Schachdorfes besitzt der ehemalige Ströbecker Wilfried Wiedenbein. Er zog 1959 nach Warstein, blieb aber seinem Hobby und seiner Heimat treu. Nach der Wende besuchte er jedes Jahr drei bis vier Mal Ströbeck und konnte deutliche Fortschritte dokumentieren.

"Einmal kam ich zu einem Diavortrag und zeigte alte und neue Dorfansichten direkt nebeneinander", erinnert sich Wiedenbein. Da sei beim damaligen Bürgermeister Rudi Krosch der Funke übergesprungen. So entstand die Idee, daraus ein Buch zu machen. Krosch fand mit der Stiftung der Kreissparkasse Halberstadt und dem Ströbecker Gasthof "Prinz von Preußen" Sponsoren, die den Druck des 64-seitigen Bildbandes ermöglichten.

Herausgeber Krosch, der in dem Buch ein "ansehnliches Dokument und Resümee" seiner Arbeit sieht, freute sich über zahlreiche Interessenten, die die Buchpremiere erleben und ein Buch signiert haben wollten. Mit Fotograf Wiedenbein und Besuchern tauschte er manche Anekdote über die frühere Zeit aus. "Fast 50 Busfahrten habe ich schon mit Bürgern aus meinem neuen Heimatkreis ins Schachdorf Ströbeck organisiert", berichtet Wiedenbein. Auch in der kommenden Woche ist er mit einer Schulklasse wieder in der Harzregion unterwegs.

Das Buch "Ströbeck - als Schachdorf zu neuen Ansichten" dürfte auch für Besucher des diesjährigen Jubiläums "1000 Jahre Schach in Ströbeck" von Interesse sein.