Marlies Lippert ist für ihr Engagement für die Kindereinrichtung des Ortes mit der Auszeichnung "Hirsch von Wegenstedt 2013" geehrt wurden. Marlies Lippert, Leiterin der Tagesstätte, ist die erste Person, die die Medaille bekommt, obwohl sie nicht - nicht mehr - in Wegenstedt wohnt.

Wegenstedt l Bei der traditionellen Jahresauftaktveranstaltung bedankte sich Hartmut Sonnenschein, Vorsitzender des Bürger- und Heimatvereins, bei engagierten Bewohnern des Ortes. Er hieß Vertreter der Vereine, der Kirche, der Verwaltung und Institutionen der Gemeinde sowie Freunde aus Politik und Wirtschaft willkommen. Ganz besonders hieß Sonnenschein die anwesenden "Hirsche" der vergangenen Jahre willkommen. Genesungswünsche gingen an Willi Wendt, der der Hirsch 2012 war.

Wegenstedts Ortsteil- beauftragter Gerhard Reinecke blickte auf das kommunal- politische Geschehen 2013 des Ortes zurück. "Ein Auto kann niemals mit dem Blick in den Rückspiegel navigiert werden. Dazu bedarf es immer den Blick durch die Frontscheibe. Lassen Sie uns gemeinsam nach vorn schauen und die Probleme dort anpacken, wo sie wirklich sind!", motivierte Reinecke die Anwesenden.

Die Spannung stieg, denn noch vor dem großen Fest- essen galt es, den "Hirsch von Wegenstedt" zu küren. Es ist das zwölfte Mal, dass es die Medaille für eine Person gibt, die sich für Wegenstedt besonders verdient gemacht hat.

"Schon im September 2013 fand die geheime Wahl vom Hirsch von Wegenstedt statt. Es ist ein Hirsch, der es schon lange verdient hat und schon oft nominiert wurde", verriet Sonnenschein.

Die Laudatio für den Hirsch hielt Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake (CDU). "Im Mittelpunkt steht eine Person, deren Herz für Wegenstedt schlägt. Es ist eine Frau, die nicht nur wir, sondern auch hunderte Kinder sehr lieb gewonnen haben", beschrieb Schliephake. Ab diesem Moment wussten sicher schon alle Anwesenden, dass er von Marlies Lippert sprach. 1972 kam die damals 18-Jährige nach Wegenstedt. 1974 übernahm sie die Leitung der Kindereinrichtung. "Sie ging und geht heute noch für ihren Beruf auf. So manche Stunde hat sie der Kindereinrichtung gewidmet und in ihrer Bescheidenheit sich nie damit gerühmt", schilderte der Bürgermeister. Durch ihr gutes Verhältnis mit den Mitarbeiterinnen habe sie sich eine gute Arbeitsgrundlage geschaffen. Ihr Grundanliegen war stets, dass sie die Eltern in die Betreuungsarbeit miteinbezog. "Sie hatte durch ihr fröhliches Wesen und ihre Begeisterungsfähigkeit Groß und Klein immer auf ihrer Seite. Durch ihr Engagement hat sie enorm viel bewegt. Man hat immer das Gefühl, sie will Berge versetzen", schilderte Schliephake.

Die Einrichtung würde mit der Teilnahme an den vielen öffentlichen Veranstaltungen die Lebensfreude der Einwohner erheblich mitprägen. "Ein Wunschtraum wurde für Marlies Lippert mit der Einweihung des neuen Kita-Gebäudes im Februar 2012 Realität. Du hast nicht nur Deinen Job gemacht, sondern besonders in der Bauphase mit Deinem Team und dem Elternkuratorium eine enorme Hintergrundarbeit geleistet. Ohne Dich gäbe es die neue Einrichtung nicht", brachte es der Bürgermeister auf den Punkt. Er wünschte der Kita-Leiterin, dass sie ihren vorgezogenen Ruhestand, den sie in einigen Wochen antreten wird, genießen kann.

Marlies Lippert war sichtlich überrascht, dass sie sich nun mit der Medaille und der goldenen Nadel schmücken darf. "Diese Auszeichnung gehört Euch allen, denn Ihr habt mich immer alle unterstützt", sagte sie.