Jedes Kind hat Rechte. Unter diesem Motto stand in diesem Jahr der Weltkindertag. Dass jedes Kind vor allem Recht auf jede Menge Spaß hat, haben sich die Organisatoren des vierten Haldensleber Weltkindertages auf die Fahnen geschrieben.

Haldensleben l Spaß kann man auch haben, wenn es regnet. Das haben die Haldensleber Kinder am Sonnabend bewiesen, als sie trotz mäßigen Wetters zu Hunderten auf den Parkplatz an der Kulturfabrik pilgerten. Auch wenn einige Aktionen im Freien leider ausfallen mussten, kamen alle Besucher voll auf ihre Kosten.

Ob Ponyreiten, Hüpfburg, Puppentheater oder Bücherflohmarkt, es war für jedes Kind etwas dabei. Die Organisatoren hatten rechtzeitig alles so gut vorbereitet, dass ein Großteil der Programmpunkte in den Räumen der Kulturfabrik stattfinden konnte. "Gerade als alles aufgebaut werden sollte, setzte der Wolkenbruch ein. Aber meine Mitarbeiter hatten alles so toll vorbereitet, dass es ohne Verzögerung mit Plan B nahtlos losgehen konnte", freute sich Marlis Schünemann vom Kinderschutzbund. Hatten die Kinder sich verausgabt, konnten sie sich den ganzen Tag über kostenlos mit Getränken, Bratwürsten, Erbsensuppe, Kuchen und allerhand Leckereien zwischendurch stärken. Auf der Bühne gab es Musik von Klassik bis Pop sowie Tanz und Theater.

Aber auch das ernste Thema des Aktionstages "Jedes Kind hat Rechte" kam nicht zu kurz. Die Kinder- und Jugendpolitiker aus Haldensleben - Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen acht und elf Jahren - tagten gemeinsam mit den beiden Landtagsabgeordneten Verena Wicke-Scheil (Bündnis 90/Die Grünen) und Ralf Geisthardt (CDU) sowie dem stellvertretenden Bürgermeister Henning-Konrad Otto. Nachdem sich große und kleine Politiker über die Grundrechte der Kinder unterhalten hatten, durften die Mädchen und Jungen mitteilen, welche Kinderrechte sie sich noch wünschen würden: Das Recht darauf ohne die Aufsicht der Eltern zu spielen, das Recht darauf, dass gestresste Eltern, wenn sie nach Hause kommen, erstmal "runterfahren" oder das Recht auf witzigeren Schulunterricht.

Am Ende der lebhaften Runde konnten die Nachwuchspolitiker sogar mit konkreten Erfolgen nach Hause gehen. Vom stellvertretenden Bürgermeister Henning-Konrad Otto erhielten sie das Versprechen, dass sie künftig ein Mitspracherecht erhalten, wo Kinderspielplätze gebaut werden.

Am Ende eines ereignisreichen Tages zog Marlis Schünemann ein rundum zufriedenes Fazit: "Wir haben uns die Stimmung nicht verhageln lassen. Es ist unheimlich toll gelaufen. Ich finde es super, wie uns alle von der Berufsschule bis zu den Musikschulen, Vereinen und Kindereinrichtungen unterstützt haben. Dafür ein großes Dankeschön an alle Beteiligten!"

   

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