Hillersleben (il) l Wegen des Verdachts der Tierquälerei hat die Polizei jetzt Ermittlungen aufgenommen. Am Mittwochnachmittag hatten Passanten zwischen Hillersleben-Siedlung und Neuenhofe an einer Futterstelle einen in einer Drahtfalle gefangenen und verletzten Iltis entdeckt. Christine Rische, die mit ihrem Partner und ihren zwei Hunden beim Gassigehen die Falle fand, ist entsetzt: "Dieses kleine Tier konnte sich nicht befreien und muss wohl schon furchtbar gelitten haben. Wir haben schnell einen Karton besorgt und sind mit dem Tier sofort zum Tierarzt gefahren. Dort wurde er mit einem kleineren Bolzenschneider von dieser schlimmen Schlagfalle befreit, zuvor bekam er eine Narkose, um die Qual zu lindern. Er wurde sofort und so gut wie es möglich war in der Tierarzt-Praxis Dr. Pohl in Haldensleben medizinisch versorgt." Leider half alles nichts mehr, wie die Polizei später mitteilte verendete das Tier. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt ein und überprüfte am Fundort, ob möglicherweise weitere Schlagfallen aufgestellt wurden. Hinweise nimmt die Polizei in Haldensleben unter 03904/4780 entgegen.

Christine Rische schrieb der Redaktion: "Ich finde es unbeschreibbar, wie verroht und überheblich Menschen sind, wie sie sich anmaßen, über Leben und Tod zu entscheiden. Von diesem Vorfall sollten viele Menschen erfahren, was für schlimme Tierquäler es auch in unserer Nähe gibt, denn ein Tier, welches sich in einer Schlagfalle stundenlang im Todeskampf befindet, leidet unsägliche Schmerzen."