Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Die für den letzten Sommer geplante und ins Hochwasser gefallene Jubiläumsfeier zum 85. Geburtstag haben die Garzer am Sonnabend nachgeholt.

Garz l Hochachtung und Anerkennung zollte Havelbergs Bürgermeister Bernd Poloski den Garzer Kameraden, die zusammen mit ihren Gästen nach dem Umzug durch den Ort auf dem Festplatz Aufstellung genommen hatten. Er erinnerte an den Juni 2013, als die Garzer und all die anderen Wehren bis zur Erschöpfung gegen die Fluten gekämpft hatten, "diesen Einsatz kann man nicht genug würdigen". Auch sonst ist die Garzer Wehr seit nunmehr 86 Jahren immer zur Stelle, wenn sie gebraucht wird, weiß auch Ortsbürgermeisterin Astrid Braunsdorf die Wehr mit ihren insgesamt 46 Mitgliedern sehr zu schätzen. Sie dankte auch gleich noch einmal für die Pflasterung der 102 Quadratmeter großen Fläche auf dem Festplatz. Unter Regie von Wehrleiter Alfred Hagen und mit technischer Unterstützung von Landwirt Jens Köpke und Handwerker Toni Steitzer wurde die Fläche rechtzeitig zum Fest fertig und bietet nun den Tischen und Bänken sicheren Stand.

Alfred Hagen ist stolz auf seine Truppe und froh, dass es auch jüngere Leute gibt, die bereit zur Mitarbeit sind. Sein Stellvertreter beispielsweise ist der 23-jährige Lars Braunsdorf. 13 Aktive gehören der Wehr an, drei davon sind Frauen. Zur Ehrenabteilung gehören 14 Senioren.

Den von den beiden Bürgermeistern überbrachten Glückwünschen schloss sich Kreisbrandmeister Ringhard Friedrich an. Und von den Kameraden der angereisten Wehren aus Warnau, Kuhlhausen, Havelberg, Schönfeld, Scharlibbe, Kamern, Neuermark-Lübars, Klietz, Jederitz, Nitzow, Strodehne und Gülpe gab es ebenfalls Glückwünsche. Bernd Poloski überreichte zudem die zwei bislang im Gerätehaus hängenden Uhren, die nach der Aufarbeitung nun per Funk gesteuert sind. Und er kündigte an, dass die Hochwasserspenden, die die Stadt noch hat, unter den Wehren der Einheitsgemeinde aufgeteilt werden, um die technische Ausstattung zu verbessern.

Vor dem Start des Gaudi-Wettbewerbes stärkten sich die Feuerwehrleute, Garzer und Gäste mit Erbsensuppe aus der Gulaschkanone - der Havelberger Versorgungstrupp hatte sie zubereitet und ausgeschenkt. Dazu gab es Kuchen vom örtlichen Kulturverein. Beiden danken die Gastgeber herzlich.

Statt des sonst üblichen Wettbewerbes im Löschangriff mussten ein 15 Meter langer Schlauchzopf geflochten und ein Gerätebaum aufgebaut werden. Am geschicktesten stellten sich die Damerow-Vehlgaster an. Auf den Plätzen folgten:

2. Schönfeld

3. Strodehne

4. Nitzow

5. Kuhlhausen

6. Garz

7. Warnau

8. Klietz

9. Gülpe

10. Scharlibbe

   

Bilder