Oebisfelde l In der Zeit vom 6. Oktober bis 7. November möchte die Telekom ihre öffentlichen Telefone in Breitenrode und in Weddendorf abbauen. Darüber informierte die Telefongesellschaft vor einigen Tagen in einem kurzen Schreiben das Oebisfelder Rathaus.

Im Ortschaftsrat der Allerstadt löste die Information am Montagabend Kopfschütteln aus. "Ich erinnere mich daran, dass wir uns nach einer Anfrage der Telekom im vergangenen Jahr ganz klar gegen den Abbau der Telefone entschieden haben", sagte Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch (UWG). An die einstige Entscheidung des alten Oebisfelder Ortschaftsrates konnte sich auch Sabine Bastigkeit (Linke) gut erinnern und forderte, dass der Ortsrat daran festhält und die Verwaltung erneut ein Schreiben an die Telekom aufsetzt.

Die Notwendigkeit für öffentliche Telefone nehme rapide ab, etliche öffentliche Fernsprechanlagen würden nur noch in äußerst geringem Maße genutzt werden, gab Georg von Wagner, Pressesprecher der Deutschen Telekom AG, auf Volksstimme-Nachfrage zu verstehen. Dennoch werde ein öffentliches Telefon grundsätzlich erst dann abgebaut, wenn die jeweilige Kommune sowie die Bundesnetzagentur ihr Einverständnis gegeben haben. "Ich kenne auch nur den Beschluss des Ortschaftsrates. Wir haben die Zustimmung für den Abbau beider Telefonzellen nicht erteilt", stellte Einheitsgemeindebürgermeisterin Silke Wolf klar. Auch wenn Handys heutzutage öffentliche Telefone nahezu überflüssig machen, würde man sich auf die Mobiltelefone nicht immer verlassen können. "Wenn man einen Unfall hat und der Akku leer ist, steht man ohne Telefonzelle dumm da", so Silke Wolf.

Der Ortschaftsrat möchte nun bei der Telekom nachfragen. Die öffentlichen Telefone am Oebisfelder Bahnhof und am Rathaus sollen zunächst bestehen bleiben.