Mit einer gezielten Aktion haben Mitglieder der DAV-Ortsgruppe Groß Germersleben im Peseckendorfer Schlosspark mehr als 30 Bäume beschnitten und damit etliche Gefahrenquellen für Spaziergänger beseitigt.

Peseckendorf l Oft schweifte in der Vergangenheit der Blick der Angler über die Bäume, die unmittelbar an die Teiche und Wege im Peseckendorfer Schlosspark grenzen. Viel Totholz, abgebrochene, mitunter recht starke Äste hingen lose in den Kronen der hoch gewachsenen Giganten. "Mehrfach haben wir Angler gegenüber der Stadt auf die Gefahren, die von den Bäumen ausgehen können, aufmerksam gemacht", berichtet Donald Dölle. Er ist Vorsitzender der Ortsgruppe des Deutschen Anglerverbandes (DAV) Groß Germersleben. Die Angler haben hier im Peseckendorfer Schlosspark eines ihrer wichtigsten Pachtgewässer. Nach einer Entschlammung und dem erfolgten Besatz mit Fischen können die Petrijünger ab Mai das Gewässer wieder für ihr Hobby nutzen.

Unter diesem Gesichtspunkt war es dem Angelverein wichtig, dass Gefahrenquellen rund um den Teich beseitigt werden. Und nicht nur aus der Sicht der Angler sei das Beschneiden der Bäume entlang von Wegen und Teichen wichtig. In den vergangenen Jahre ist der Peseckendorfer Schlosspark mit Hilfe eines Projektes der Bürgerarbeit über die Kommunale Sanierungsgesellschaft saniert worden. Zur Ausbesserung gehörte auch das Anlegen neuer Wege. In wenigen Wochen endet die Bürgerarbeit. Das neu Geschaffene und der umgestaltete Park sollen mehr Spaziergänger anlocken. Auch unter diesem Gesichtspunkt war es den Anglern wichtig, Gefahrenquellen zu beseitgen.

2013 hatte sich der Groß Germersleber Angelverein bereits selbst eine Hebebühne ausgeliehen. Doch die Kosten, die dabei entstanden, können die Petrijünger nicht jedes Jahr alleine stemmen. Deshalb wandte sich der Verein an die Stadtverwaltung Oschersleben mit der Bitte um Unterstützung und stieß auf offene Ohren. "In der Verwaltung war man froh über unser Hilfsangebot, denn seitens der Stadt können die zahlreichen Pflegearbeiten an den vielen Bäumen kaum noch allein bewältigt werden", berichtet Donald Dölle. Und so sei die Finanzierung zur zweitägigen Nutzung einer Hebebühne im Peseckendorfer Schlosspark zugesagt worden.

"Uns ist es gelungen, an mehr als 30 Bäumen entlang der Wege und des Teiches Pflegearbeiten vorzunehmen."

DAV-Vereinschef Donald Dölle

Mit dem Frost in der vergangenen Woche wurde der Einsatz der Angler möglich. Die fünf Leute, Donald Dölle, Eckardt Gora, Georg Schulz, Kuno Piatek und Karl-Heinz Oeltze, hatten im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun. "Doch mit dem Ergebnis sind wir mehr als zufrieden. Uns ist es gelungen, an mehr als 30 Bäumen entlang der Wege und des Teiches Pflegearbeiten vorzunehmen. Große Mengen abgestorbener oder abgebrochener Äste wurden aus den Baumkronen entfernt. Damit ist in Zukunft die Sicherheit der Spaziergänger und Angler im Park gewährleistet", berichtet Donald Dölle. Drei Tage hatten die Männer im Park voll zu tun. Beim Beräumen der Wege halfen schließlich auch Bürger- arbeiter und werden wohl noch einige Restarbeiten erledigen.

Die Mitglieder des Angelvereins indes planen weitere Arbeitseinsätze. So steht am 15. Februar der Kopfweidenschnitt an der Sarre in Groß Germersleben an. Treffpunkt ist um 7.30 Uhr hinter der Kirche. Ein weiterer Arbeitseinsatz im Peseckendorfer Schlosspark ist dann im Frühjahr am 12. April ab 7 Uhr vorgesehen. Arbeitsgeräte sind mitzubringen.