KleinWanzleben l Der Chemieunfall auf einem Speditions- gelände in Uhrsleben am Freitag vergangener Woche bestimmte auch noch den Dienstabend am Mittwoch bei der Klein Wanzleber Feuerwehr. Die Klein Wanzleber Feuerwehr stellt komplett den dritten Zug des Fachdienstes ABC des Landkreises Börde, der für die Dekontamination zuständig ist. Deshalb waren bei dem Einsatz in Uhrsleben auch Klein Wanzleber Kameraden vor Ort, um dort einen Dekontaminationsplatz für die Kräfte der Feuerwehr einzurichten und zu betreiben.

Der Einsatz gestaltete sich schwierig, weil der beschädigte Behälter mit dem ätzenden und giftigen Stoff Eisenchlorid erst aus dem hinteren Teil des Lkw geborgen werden musste. Kleinere Mengen des ausgetretenen Stoffes wurden hierbei mit einem Chemikalienbindemittel abgebunden und aufgenommen. Später wurde das Eisenchlorid in einen anderen Behälter umgepumpt. Die zum Einsatz gekommenen Feuerwehrleute mussten mit Chemikalienschutzanzügen ausgerüstet werden.

Alle unter Schutzanzug eingesetzten Kräfte wurden nach ihrem Einsatz durch die Kameraden der Klein Wanzleber Wehr am Dekontaminationsplatz vorsorglich dekontaminiert. Dazu gehörte auch eine gründliche Reinigung der Anzüge, bevor diese dann abgelegt und in speziellen Behältern verstaut wurden. Wieder in ihrem Gerätehaus angekommen, unterzogen die Klein Wanz- leber Kameraden die gesamte Dekontaminationsausrüstung einer ersten Sichtprüfung auf mögliche Beschädigungen. Die Duschkabine und die Zelte wurden einige Tage später beim Dienstabend in der Fahrzeughalle wieder aufgebaut, um sie zu reinigen, zu trocknen und zu prüfen. Nun steht das Fahrzeug, das das einzige seiner Art im Landkreis Börde ist, wieder komplett beladen in der Fahrzeughalle und wartet auf seinen nächsten Einsatz.

In Uhrsleben unterstützten außer den Klein Wanzleber Kameraden auch Kräfte aus Wanzleben, Haldensleben, Wolmirstedt, Langenweddingen und Osterweddingen, die in die spezialisierten Staffeln und Züge des ABC-Fachdienstes integriert sind, die örtlichen freiwilligen Feuerwehren.