Einwohner von Gethlingen und regelmäßige Kraftfahrer auf der Landesstraße 14 können aufatmen. Die Ortsumgehung Gethlingen wird noch in diesem Jahr gebaut. Damit wird ein infrastrukturelles Nadelöhr beseitigt. Das Vorhaben kostet rund eine Million Euro.

Gethlingen l Der Gemeinde Hohenberg-Krusemark liegt der Bau der Ortsumgehung Gethlingen seit langem am Herzen. Die L14 schlängelt sich in mehreren scharfen Kurven durch den Ort.

Umgehung verläuft südlich der Ortslage

Die Einwohner sind nicht nur aufgrund des schlechten Zustandes der Fahrbahn genervt, sondern das hohe Verkehrsaufkommen trägt außerdem dazu bei, dass eine Umgehungsstraße ganz oben auf der Wunschliste der Bürger steht. In diesem Jahr soll das Vorhaben endlich Wirklichkeit werden. Das dürfte viele überraschen, denn noch vor gut einem Jahr hatte das Verkehrsministerium Sachsen-Anhalt auf Nachfrage mitgeteilt, dass die Straße wohl nicht vor 2015 gebaut werden könne.

Wie Manfred Krüger, Regionalbereichsleiter der Landesstraßenbaubehörde in Stendal, auf Nachfrage der Volksstimme ausführt, sei die Maßnahme jedoch bereits in der abschließenden Phase der Vorbereitung. Die etwa einen Kilometer lange und 6,50 Meter breite Ortsumgehung soll südlich von Gethlingen verlaufen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund eine Million Euro.

Ortsdurchfahrt wird zur Gemeindestraße

Wie Krüger erläutert, hätten die erheblichen Defizite der bestehenden Ortsdurchfahrt zu der Entscheidung geführt, das Vorhaben bereits in diesem Jahr umzusetzen. "Unter anderem die Linienführung, so auch die rechtwinklige Kurve in der Ortsmitte, ist problematisch - zumal der Schwerlastverkehr in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Die L14 in diesem Bereich ist ein wichtiger Zubringer zum Industrie- und Gewerbepark Arneburg, vor allem für das Zellstoffwerk", erklärt der Niederlassungsleiter. Mit Fertigstellung der Umgehungsstraße würde die bestehende Ortsdurchfahrt durch Gethlingen zur Gemeindestraße umgewidmet werden.

Krüger: "Der Baulastträger muss die Straße in einem ordnungsgemäßen Zustand übergeben. Dazu sind noch genaue Abstimmungen mit der Gemeinde Hohenberg-Krusemark erforderlich."