Einer altbewährten Veranstaltung wird ab diesem Jahr neues Leben eingehaucht. Die vom Schloss Calberwisch her bekannte "Maibowle" wird künftig in Goldbeck stattfinden. Am 1. Mai wird der Vierseitenhof von Peter Schulz erstmals der Austragungsort sein. Am Vorabend heißt es dort bereits: "Tanz in den Mai".

Goldbeck l Hauptveranstalter der Goldbecker Hof-Maibowle sind der Oldtimerstammtisch Calberwisch, die "Nordwall-Classics" aus Stendal, Hofbesitzer Peter Schulz nebst Ehefrau Ludmilla und der Verein zum Erhalt und zur Pflege Altmärkischen Brauchtums (VAB). "Es wird die Weiterführung der überregional bekannten Schloss-Maibowle werden, die von den neunziger Jahren an bis 2012 mit einer Unterbrechung stattfand. Die Besucher erwartet ein buntes Kultur-, Musik- und Familienfest im historischen Ambiente des Vierseitenhofs", sagte gestern Guido Schulz vom Organisationsteam des Oldtimer-Stammtisches Calberwisch beim Pressegespräch vor Ort in Goldbeck zur Vorstellung des Programms.

Das Fest wird am Maifeiertag um 11 Uhr durch die Gastgeber, die beteiligten Vereine und Verbandsgemeindebürgermeister Eike Trumpf eröffnet. Wie schon die Vorgängerveranstaltung rund um das Schloss Calberwisch wird auch die Goldbecker Hof-Maibowle ein großes Oldtimertreffen. "Neben dem Oldtimerstammtisch Calberwisch und den Stendaler Nordwall-Classics werden weitere Oldtimervereine die Saisoneröffnung feiern - zum Beispiel aus Perleberg, aus Hohenberg-Krusemark und aus Schwarzholz", erklärt Mit-Organisator Jürgen Endreß.

So werden die Besucher auch Hochzeits-Odltimer mit entsprechendem Blumenschmuck zu sehen bekommen.

Altmärkischer Kunst- und Handwerkermarkt

Zur Ausstellung der historischen Gefährte werden neben vielen Pkw auch Landmaschinen, Traktoren, Lkw, Standmotoren und Zweiräder gehören. Ein großer Trödel- und Teilemarkt sowie ein Oldtimerverkauf ist ebenfalls vorgesehen. Es geht aber längst nicht nur um Fahrzeuge aus längst vergangenen Zeiten. Die Besucher erwartet noch vieles mehr - zum Beispiel ein Bauernmarkt, ein Altmärkischer Kunst- und Handwerkermarkt, vielfältige Angebote für Kinder, Pony-reiten und Kutschfahrten, eine Tierschau, ein Husky-Wagenrennen , Modenschauen und so weiter. Spaßige Wettbewerbe wie Maibaumklettern, Frauentragen und Handyweitwurf ergänzen das Unterhaltungsprogramm. Die Versorgung soll natürlich ebenfalls rundherum abgesichert sein. Unter anderem gibt es Deftiges vom Grill, Schmackhaftes aus der Gulaschkanone sowie Kaffee und Kuchen. "Die Maibowle wird natürlich eine zentrale Rolle spielen. 300 Liter werden zubereitet", sagt Guido Schulz. Das Rezept bleibt geheim. Nur soviel: Das süffige Getränk wird Waldmeister enthalten.

Ein Höhepunkt im Rahmen der Veranstaltung ist die Kürung der "schönsten Maid". "Dabei wird nicht nur die eigentliche Schönheit der teilnehmenden Damen durch eine noch zu bildende Jury bewertet, sondern auch die Art der Kleidung. Diese sollte zum historischen Charakter der Veranstaltung gut passen", erklärt Michael Dihlmann, weiterer Akteur des Org-Teams vom Oldtimerstammtisch.

Fahrservice für Gäste, die mit Zug anreisen

Als großes Plus für eine Etablierung der Veranstaltung in Goldbeck sehen die Organisatoren die Lage des Ortes an der Bahnstrecke Stendal-Wittenberge. Der Bahnhof liegt zudem nur unweit vom Vierseitenhof von Peter Schulz entfernt. "Gäste, die mit dem Zug anreisen, haben die Möglichkeit, sich mit Oldtimer oder mit der Kutsche zum Hof und wieder zurück zum Bahnhof chauffieren zu lassen", informiert Wolfgang Haacker, Vorsitzender des VAB.

Einen musikalischen Vorgeschmack auf die Goldbecker Hof-Maibowle gibt es bereits am Vorabend. Dann heißt es in der Scheune des Schulzschen Vierseitenhofs: "Tanz in den Mai". Ab 20 Uhr gibt es ein Live-Konzert der Folkband "Nobody Knows" aus Stendal (Kartenvorverkauf unter anderem über das Autohaus Schulz in Goldbeck). Ab 23 Uhr sorgen die DJs von "Ronny´s Party Event Music Team" bis zum frühen Morgen für Tanzlaune. Mit dem Tanz in den Mai wollen die Veranstalter der Goldbecker Hof-Maibowle vor allem das jugendliche und jung-erwachsene Publikum erreichen. Ab 23 Uhr kostet der Eintritt sechs Euro.