Goldbeck (nm). Zu sieben Einsätzen rückten die Goldbecker Brandbekämpfer im vergangenen Jahr aus. Diese Zahl nannte Wehrleiter Lutz Hinze während der Jahreshauptversammlung der Kameraden am Freitagabend im Gerätehaus. Hinze, der unter anderem Verbandsgemeindebürgermeister Eike Trumpf, den stellvertretenden Goldbecker Bürgermeister Dr. Siegfried Limmer und den Feuerwehr-Fördervereinschef Helmut Schwenzfeger als Gäste der Zusammenkunft begrüßte, blickte auf den Flächenbrand hinter dem Goldbecker Sportplatz (3. April 2010), einen Einsatz in der Delipapier Arneburg (6. April), im Altreifenlager einer landwirtschaftlichen Einrichtung in Hohenberg-Krusemark (23. April), einen Scheunenbrand in Arneburg (13. Mai), einen Unfall-Einsatz am Bahnübergang Möllendorf (17. Juni), den Brand einer Info-Tafel am Goldbecker Bahnhof (6. November) sowie die Beseitigung eines Baumes auf der Straße zwischen Möllendorf und Petersmark (24. Dezember) zurück. Lutz Hinze erinnerte zudem an ein besonders trauriges Ereignis - im Juli 2010 verstarb der langjährige Goldbecker Kamerad Dietrich Wiechert. Für ihn legten alle Teilnehmer der Jahreshauptversammlung eine Schweigeminute ein.

Einige Goldbecker Brandbekämpfer drückten im vergangenen Jahr die Schulbank. "Der Qualifizierungsgrad unserer Wehr hat sich durch die Teilnahme mehrerer Kameraden an Lehrgängen und Schulungen erheblich verbessert", machte Lars Dahlmann deutlich. Unter anderem befinden sich unter den 24 aktiven Mitgliedern aktuell acht Atemschutzgeräteträger und sechs Maschinisten. "Seit 2010 haben wir zudem erstmalig einen Kamerad in unseren Reihen, der einen Abc-Lehrgang absolviert hat und dadurch wertvolle Kenntnisse im Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gütern an uns weitergeben kann", sagte Dahlmann.

Mit der Bereitschaft der Goldbecker Brandbekämpfer, sich weiter zu qualifizieren, zeigte sich die Wehrleitung ebenso zufrieden wie mit der guten Beteiligung an Versammlungen. Verbesserungsbedarf sehen Hinze und Dahlmann dagegen bei den praktischen Ausbildungen, die jeden zweiten Freitag im Monat absolviert werden. Um dort zukünftig mehr Kameraden begrüßen zu können, will die Wehr die Ausbildung ein Stück weit attraktiver und abwechslungsreicher gestalten.

Hinze lobte am Freitagabend die Ordnung und Sauberkeit im und am Feuerwehrstützpunkt. Einen besonderen Dank sprach er in diesem Zusammenhang Günter Belkot aus, der sich um die Grünanlagen kümmert. Ebenso würdigte Hinze den Gerätewart Axel Bohling, "der einen großen Anteil daran hat, dass unser elf Jahre altes Löschfahrzeug nach wie vor tadellos funktioniert."

Lutz Hinze nutzte die Jahreshauptversammlung schließlich auch dazu, auf die gute Arbeit der aktuell 12 Mitglieder zählenden Nachwuchsabteilung der Wehr hinzuweisen. Die Mitte 2009 wiederbelebte Jugendwehr muss allerdings einen herben Verlust verkraften. Rene Beichert, der sich engagiert um die Mädchen und Jungen kümmerte, hat die Wehr aus beruflichen Gründen verlassen. Beichert wurde während der Jahreshauptversammlung verabschiedet. Für die Jugendwehr ist zukünftig Gunnar Falk verantwortlich. Der Brandbekämpfer, der sich längst für die Kinder und Jugendlichen engagiert und während der Zusammenkunft auch den Rechenschaftsbericht der Nachwuchsabteilung verlas, wurde von Hinze als neuer Jugendwart vorgestellt.

Über eine Auszeichnung freute sich Julia Dahlmann. Die Goldbeckerin ist seit zehn Jahren in der Wehr aktiv. Zukünftig wird sie bei den Brandbekämpfern aber zumindest kürzer treten. "Sie beginnt in wenigen Wochen ihren Dienst in der Bundeswehr", erklärte Hinze. Jubiläen konnten auch Lars Dahlmann (20jährige Mitgliedschaft) und Fritz Bieber (60 Jahre Mitglied) feiern. Zudem war eine Ehrung von Erwin Kattengell geplant, der sechs Jahre lang bis zum Oktober 2010 die aktuell zwölf Personen zählende Alters- und Ehrenabteilung geführt hatte. Kattengell konnte allerdings aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Versammlung teilnehmen. Dafür war sein Nachfolger Hans-Erich Schulze vor Ort, der die Kameradschaft innerhalb der Wehr und in der Alters- und Ehrenabteilung lobte und sich bei den aktiven Brandbekämpfern für das gute Miteinander bedankte. Ein Dankeschön von Schulze und auch von Hinze ging zudem an den Feuerwehr-Förderverein und dessen Vorsitzenden Helmut Schwenzfeger. Die Arbeit der Wehr-Förderer sei 2010 erst richtig ins Rollen gekommen, schätzte Schwenzfeger ein. Er verwies auf gelungene Veranstaltungen wie das Osterfeuer oder die finanzielle Unterstützung der Jugendwehr, beispielsweise für deren Teilnahme am Jugendzeltlager der Verbandsgemeinde. Und Schwenzfeger informierte auch über eine sehr erfreuliche Mitgliederentwicklung. Denn mittlerweile hat der Verein 77 Freunde und Förderer der Feuerwehr in seinen Reihen.