Die Kreisstraße zwischen Salzwedel und Gerstedt ist seit gestern wieder für den Verkehr freigegeben. 1,2 Millionen Euro hat der Landkreis in die Sanierung investiert. Schon 2015 will die Kommune in Richtung Bombeck weiterbauen.

Salzwedel/Gerstedt l Die Autos rollten bereits, als Michael Ziche gestern das symbolische Band zerschnitt: Gemeinsam mit Osterwohles Ortsbürgermeister Jürgen Bangemann gab der Landrat am Montagmittag die frisch sanierte Kreisstraße zwischen Groß Gerstedt und Salzwedel wieder für den Verkehr frei. "Heute ist ein guter Tag für Stadt und Landkreis", sagte Ziche. Mit der 1,2 Millionen Euro teuren Sanierung der Kreisstraße 1002 - so der offizielle Name - sei es gelungen, eine der "schlechtesten Straßen im Landkreis überhaupt" zu erneuern. 80 Prozent der Kosten (922000 Euro) seien als Zuschüsse über das Entflechtgesetz vom Land geflossen. Der Eigenanteil des Altmarkkreises lag damit bei nur 252000 Euro.

Für Pendler und Einwohner bedeutet der Scherenschnitt das lang ersehnte Ende der lästigen Umleitungstrecke über Kemnitz, Eversdorf und Wieblitz.

320000 Euro Mehrkosten

Vier Wochen länger als ursprünglich geplant mussten sie darauf warten. Eine Belastung des beim Ausbau wiederverwerteten Asphalts und das Aufbringen einer zusätzlichen Tragschicht führten neben der Verzögerung auch zu Mehrkosten in Höhe von 320000 Euro. Die Fahrbahnmarkierung erfolgt wegen der Witterung erst im Frühling 2015.

Trotz der Probleme beim aktuellen Projekt kündigte der Landrat den weiteren Ausbau der Kreisstraße in Richtung Klein Gerstedt, Bombeck und Osterwohle für 2015 an. 600000 Euro werde der Altmarkkreis dafür in die Hand nehmen, sagte er. Jürgen Bangemann hörte es gern. Die Kreisstraße sei für die Einwohner von Gerstedt, Bombeck und Osterwohle die Lebensader in Richtung Salzwedel. Mit der Sanierung der Kreisstraße von Salzwedel in Richtung Osterwohle hatte der Altmarkkreis lange gewartet. Grund war der erwartete Bau des "Hosenträgers" B190n zwischen A14 und A39, der bei Gerstedt die Kreisstraße kreuzen sollte, sagte Michael Ziche. Nachdem die Umsetzung aber bis heute fraglich ist, habe man sich entschlossen, die Schlaglochpiste zunächst ohne Berücksichtigung der B190n zu sanieren.

Zum Gelingen des Projektes haben übrigens auch die Unternehmer Joachim Bernickel und Roland Niewerth aus Osterwohle mit der Entfernung morscher Pappeln vor Groß Gerstedt beigetragen. Jürgen Bangemann dankte den beiden Männern ausdrücklich für ihren Einsatz.

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