Salzwedel l Erneut hat es in der Hansestadt Salzwedel politisch motivierte Schmierereien gegeben. Diese stellten Beamte, die auf Streife waren, am Freitag kurz nach Mitternacht an den Lärmschutzwänden Kreisverkehr B 71/B 248 zur Max-Adler-Straße fest. Die Polizei ordnet die Sprayattacken dem rechten Spektrum zu. "Es wurden acht rechte Symbole und ein Schriftzug fotografisch gesichert", berichtete Polizeisprecher Gerd Schönfeld.

Im weiteren Verlauf der Nacht erhielt die Polizei Informationen, nach denen es in Salzwedel zu weiteren illegalen Krakeleien gekommen sei. An einem Gebäude in der Buchenallee wurden die Beamten fündig. Dort registrierten sie fünf Symbole. Diese konnten allerdings schnell beseitigt werden. Nun erhofft sich Polizei Hinweise zur Aufklärung der Straftaten aus der Bevölkerung. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich im Polizeirevier Altmarkkreis Salzwedel unter der Telefonnummer 03901/8480 zu melden.

Angebote der Stadt nutzen

Generell empfiehlt Frank Semisch vom Salzwedeler Polizeirevier, Schmierereien oder auch Graffiti "rasch und zeitnah" zu beseitigen. Ansonsten könnte die Gefahr bestehen, dass sich sogenannte Nachahmer zusätzlich auf den Wänden verewigen wollen. Semisch bestätigte zudem auf Anfrage der Volksstimme, dass es "Stellen in der Stadt gibt, die immer wieder betroffen sind". Privatleuten rät Semisch deshalb, sich bei der Hansestadt Salzwedel Rat zu holen und die von ihr Hilfsangebote zu nutzen.

Doch was kann der Einzelne gegen den Vandalismus tun? In dieser Frage gibt es laut Semisch zwar kein Patentrezept, allerdings das eine oder andere Gegenmittel mit Blick auf die Gestaltung von Außenwänden. "Eine bewachsene Wand ist beispielsweise für Sprayer nicht attraktiv." Und dabei noch relativ günstig. Das Imprägnieren mit Spezialfarbe, die ein Beseitigen von Gespraytem und Gemaltem erleichtern, sei eine weitere Möglichkeit. Allerdings ist dies mit einem finanziellen Aufwand verbunden, der ganz schön ins Geld gehen kann.

Die Videoüberwachung zum Schutz vor Schmierereien sei kein geeignetes Gegenmittel. "Dies könne lediglich ein Privatmann auf seinem Grundstück machen, aber diese Objekte sind für Sprayer uninteressant", weiß Semisch. Denn im öffentlichen Raum, auf Straßen oder Marktplätzen, gebe es Probleme mit dem Datenschutz.

Informationen zu Förderprogrammen bei Schäden durch Schmierereien oder Graffiti und weiteren Hilfsangeboten erteilt bei der Salzwedeler Stadtverwaltung Toni Kuschel, 03901/65621. Er ist auch per E-Mail zu erreichen, und zwar unter t.kuschel@salzwedel.de.