Salzwedel (ht). Erhard Prehm ist alter und neuer Vorsitzender des Vereines der "Freunde und Förderer des Jahn-Gymnasiums Salzwedel". Einstimmig ist er am Donnerstag von den rund 20 anwesenden Mitgliedern für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt worden. So wie sein Stellvertreter Jürgen Kulow, Schatzmeisterin Inge Kausch und Schriftführerin Dr. Bärbel Klaffer. Dem erweiterten Vorstand gehören neben Schulleiter Rainer Aschmann und Schul-Elternratsvorsitzendem Dr. Hartmut Pollack auch Silvia Ehrecke, Dietrich Jahn, Helga Klein, Marlies Schwuchow, Gerhard Lühmann und Gisela Petrick an.

150 Mitglieder zählt der Schulförderverein derzeit, der sich nicht nur bei der Ausgestaltung der feierlichen Abiturzeugnis-Übergabe und beim traditionsreichen Jahnsportfest einbringt. Im vergangenen Jahr hat er auch eine Chor-Freizeit und ein Musical-Projekt finan-ziell unterstützt, listete Erhard Prehm in seinem Rechenschaftsbericht auf. Für ihn ist es wichtig, dass der Förderverein konsequent seine Arbeit fortsetzt. Zwei konkrete Punkte hat Prehm dabei im Auge. Da ist zum einen die Schiffsmühle, die seit Monaten ihr Dasein auf dem Schulhof fristet. Sie soll "vielleicht in diesem Jahr noch", so Prehm, wieder ins Wasser gelassen werden. Der Antrieb sei mittlerweile überarbeitet. Immerhin hatte die Schiffsmühle vor Jahren für Furore gesorgt und dem Jahngymnasium und dem Verein Wasserkraft Altmark einen Preis beschert. Ein ähnliches schwimmendes Kraftwerk wird derzeit in der mecklenburgischen Warnow getestet.

Zweiter Schwerpunkt ist die schuleigene Bibliothek, die seit sieben Jahren von Marlies Schwuchow betreut wird. Im August läuft ihr befristeter Arbeitsvertrag aus. Jetzt will der Schulförderverein gemeinsam mit dem Schulelternrat und der Vereinigung der Ehemaligen eine Lösung finden. "Ohne das da jemand sitzt, ist die Bibliothek wertlos", so Prehm.

Dass die Jahnschüler der Literatur aufgeschlossen sind, bewiesen die Zwölftklässler Raluca Caragea, Lisa Manthei, Johanna Mittag und Jonathan Hoenen. Sie haben in einem Projekt der Deutschlehrerin Rosemarie Zwer Episoden aus dem Roman "Der Vorleser" von Bernhard Schlink in Theaterszenen umgesetzt. Als kulturelle Einstimmung auf die Mitgliederversammlung präsentierten sie paarweise gekonnt ihre Interpretationen. Und das trotz der stundenlangen Mathe-Klausur, die sie in den Vormittagsstunden geschrieben hatten.

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