Salzwedel l Die Salzwedeler Volksstimme hat im vergangenen Jahr zehn Westaltmärker mit einem "Blumenstrauß des Monats" geehrt. Diese stehen stellvertretend für unzählige Ehrenamtliche, ohne die es wesentlich weniger Angebote geben würde, die zum Wohlfühlen einfach mit dazu gehören. Da ist das Engagement im Sportverein, für den Naturschutz, die Kirche, die Volkssolidarität, das Waldbad, für Jüngere und Ältere. Jeder der zehn Geehrten steht zu seinem Engagement, möchte aber am liebsten nicht im Rampenlicht stehen. Doch ihr Einsatz ist lobenswert.

Das sind die Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge:

Günter Brennenstuhl
Der Salzwedeler ist Botaniker aus Leidenschaft. Seit vielen Jahren lässt er Interessenten auf Wanderungen und Exkursionen an seinem Wissen teilhaben, bringt diesen den Naturschutz näher. Er kennt nicht nur die deutschen Namen der Pflanzen, sondern auch deren lateinische. Darüber hinaus engagiert sich Günter Brennenstuhl für Salzwedels Bäume.

Anja Fink
Die junge Frau aus Hoyersburg hat durch ihre Kinder den Weg zu den Bogensportlern des Kuhfelder Sportvereins gefunden. Mittlerweile hat sie die Übungsleiter-Lizenz erworben und gibt ihr Wissen gern weiter. Und das trotz knapper Freizeit: Denn neben ihrer Arbeit kümmert sie sich um eine Familie mit drei Kindern und ein Haus. Zudem pflegt sie die Homepage der Bogensportler-Sektion.

Stephan Herting
Der Dährer packt immer an, wenn jemand gebraucht wird: Das schätzen die Dorfbewohner an dem jungen Mann. Er bringt sich bei den Waldbadfreunden mit ein und hofft, dass die Freizeitstätte auch in diesem Jahr wieder öffnen wird. Die Mitarbeit in der freiwilligen Feuerwehr sowie in der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß 54 Dähre macht ihm ebenfalls sehr viel Freude.

Solveig Kroth
Seit 17 Jahren ist sie in Brunau zu Hause, wohin sie der Liebe wegen zog. Seitdem engagiert sie sich ehrenamtlich für ein aktiveres Leben im Dorf. Denn ihr ist wichtig, das Zusammenleben aktiv mitzugestalten. Besonders die Arbeit für die und mit den Kindern bereitet ihr viel Freude. Sie hat eine Tanzgruppe gegründet, die jeden Freitag probt.

Ulli Lange
Erst die Arbeit und dann das Ehrenamt: Der Salzwedeler kommt seit vier Jahren jeden Tag nach Feierabend ins Salzwedeler Mehrgenerationenhaus und erledigt dann einige Hausmeisterarbeiten. Dazu gehören das Rasenmähen, das Blumengießen, aber auch das Reparieren von Inventar. Er genießt die Gemeinschaft in der Einrichtung - das ist sein schönster Lohn.

Doris Lasch
Die Groß Bierstedterin möchte den Rommeeklub, den es seit 45 Jahren im Ort gibt, weiter am Leben erhalten. Denn die 21 Frauen, die das Angebot nutzen, genießen die wöchentliche Spielerunde - das ist ein großes Lob für die Organisatorin. Zu Pellkartoffelessen und Preisrommee sind nicht nur die Dorfbewohner eingeladen. Schließlich soll auch mal was los sein im Ort.

Alexander Prinz
Der Jeetzer leitet den Kirchenchor Ichtys, mit dem er jede Woche probt. Er spielt die Orgel im Gotteshaus, engagiert sich im Vorstand des Fördervereins der örtlichen Kita, dessen Gründung er angeregt hat, singt im Männergesangverein Jeetze und gehört seit Oktober dem Gemeindekirchenrat an. Ihm ist es sehr wichtig, die Kultur im Dorf am Leben zu erhalten.

Vera Wibbeke
Die Tylsenerin leitet den Heimat- und Kulturverein in ihrem Wohnort. Dieser steht seit Jahren für kulturelle und kreative Angebote. Sie holt Künstler in das kleine Altmarkdorf, bringt Ideen für ein noch vielfältigeres Angebot mit ein, packt aber auch beim Aufräumen und Putzen mit an. Mit ihrem Engagement bedankt sie sich für die gute Aufnahme, als sie 1993 in die Altmark kam.

Jutta Willmitzer
Die Brunauerin schenkt den größten Teil ihrer Freizeit der Folklore- und Seniorengruppe in ihrem Wohnort. Die Choreografien für die Folkloregruppe, deren Leitung sie vor gut vier Jahren übernahm, denkt sie sich selbst aus. Freude bereitet ihr auch das Zusammensein mit den Älteren aus Brunau und Plathe. Die 90 Mitglieder der Seniorengruppe fühlen sich gut betreut.

Siegfried Winkelmann
Der Arendseer engagiert sich seit 2006 als Vorsitzender der Ortsgruppe der Volkssolidarität in der Seestadt. Er organisiert mit dem Vorstand gemeinsam Veranstaltungen, Begegnungen sowie soziale Hilfsaktionen für und mit Senioren, denkt aber auch an deren Geburtstage. Die Einheimischen meinen: Ohne sein Engagement wäre das Leben in der Stadt nicht so interessant.

   

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