Schönebeck l Die gute Nachricht des gestrigen Abends: Es gibt keine Toten oder Verletzten. Davon mussten die Einsatzkräfte allerdings ausgehen, als gegen 20 Uhr der Alarm kam, dass ein Fahrzeug in der Elbe liege. Sofort rücken die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus. Auch Wasserschutzpolizei, Polizei und Rettungsdienst sind vor Ort. Im Einsatz sind 35 Feuerwehr-Kameraden mit drei Fahrzeugen aus der Tischlerstraße, drei aus Salzelmen, zwei Fahrzeuge aus Pretzien und eins aus Elbenau. Salzelmen und Pretzien haben Schlauchboote dabei. Auch das moderne Leichtmetalleinsatzboot der Tischlerstraßen-Wehr wird am Schönebecker Bootsanleger zu Wasser gelassen und erreicht in wenigen Minuten den Einsatzort unterhalb der Elbauenbrücke.

Hier hatten Freizeitsportler das Wrack des Autos in der Elbe entdeckt, kurioserweise war es die Polizeimannschaft um Schönebecks Polizeichef Stephan Weiß, die am Sonntag beim Elbebadetag das Dickbootrennen gewonnen hatte und nun den Sieg noch einmal auf dem Wasser feierte. Nur das Dach des Fiats schimmerte aus dem Wasser, zunächst hielten die Paddler das Auto für Treibgut.

Aufgrund des Alarms vermuteten die Einsatzkräfte, dass sich noch Menschen im Auto befunden haben könnten. "Das bestätigte sich glücklicherweise nicht", sagt Frank Mantwill von der Feuerwehr Tischlerstraße und Einsatzleiter vor Ort. Festgestellt haben das Experten: Denn Rettungsschwimmer der Feuerwehr Magdeburg waren nachgeordert. Sie suchten das Wrack ab und arretierten es, so dass die Salzelmer mit Feuerwehrwagen und Seilwinde das Auto an Land ziehen konnten.

Dabei wurde deutlich, dass die Nummernschilder des Fiats fehlen. Vermutet wird jetzt, dass das Auto versenkt wurde. Die Polizei gab am Abend noch an, dass kein Fahrzeug des Typs Fiat zur Fahndung ausgeschrieben war.

Hinweis in eigener Sache: Der bereits online angekündigte Artikel "Machtgerangel im Stadtrat" erscheint aufgrund dieses aktuellen Beitrags in einer nächsten Ausgabe.

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