"Es weht der Wind am Elbestrand, seit vielen tausend Jahren, zum alten Lichtmessfest musst Du nach Glinde fahren. Zu begrüßen Sonne, Wärme, Licht, das Leben", begrüßte Christoph Randel, Moderator und Vorstand im Lichtmesskomitee, die Besucher. Der große Festumzug setzte sich wie immer am "Goldenen Anker" in Bewegung. Angeführt wurde er von Sonnenträger Rolf Roggisch. Das Lichtmessfest begann bereits am Sonnabend mit dem Wurstblasen der Vorstände und Lichtmessmusikanten. Nach kurzer Schlafpause wurde am Sonntagmorgen ab 6 Uhr mit dem Wecken begonnen. Die jungen Burschen zogen mit Pauken und Trompeten durch den Ort. Wie vor 80 Jahren, als man mit lautem Getöse die bösen Geister des Winters vertrieb. Ab 10 Uhr fand nach alter Tradition das "Männer-Frühstück" im "Goldenen Anker" statt. Zeitgleich hatten die Damen des Glinder Museums- und Heimatvereins zum "Frauen-Frühstück" in das Lichtmessmuseum eingeladen. Der Festumzug spießte Themen unterschiedlicher Genres auf: So hieß es: "FDJ und GST sind passé - es lebe die Bundeswehr KiTA-Juche". Man sah ein Walfangschiff mit Kran und Harpune oder Schneewittchen mit nur noch zwei Zwergen, des Mindestlohnes wegen. Der Tierschutz wurde so angeprangert: "Überall steht es geschrieben, dass Tiere artgerechte Haltung lieben, Familie Kuh zählt auch dazu." Für so manchen Lacher sorgten auch lokale Problemfelder, wie der "Ausverkauf der Stadt Barby" zum Stopfen von Haushaltslöchern oder die Schließung des Glinder Dorf-Konsums im vergangenen Jahr. Ganz aktuell war man auch bei der Lichtmess-Frauenquote, wo es hieß: "Darauf warten wir schon lange - Frauen an die Bratwurststange" ...

   

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