Mathematik und Physik - Fächer, vor denen einem Großteil der Schüler graut. Der Mehrheit der Erwachsenen geht es da nicht anders. Doch nicht so bei Dominik Lindner. Der Schüler der neunten Klasse des Dr.-Carl-Hermann-Gymnasiums Schönebeck ist ein wahrer Meister der Zahlen und Formeln.

Schönebeck l "Dominik hat einfach eine Ader dafür und ein großes Talent für Mathematik und Physik", freut sich Klaus Kutzler. Er ist Dominik Lindners Physik- und Astronomielehrer. "Er ist fleißig und kniet sich in Aufgaben rein, bei denen andere schon mal aufgeben", lobt er den Neuntklässler des Dr.-Carl-Hermann-Gymnasiums Schönebeck.

Doch wer hat eigentlich sein Talent für die Mathematik entdeckt? "Das war meine Lehrerin in der dritten Klasse. Sie hat gemerkt, dass ich ganz gut bin und hat mich die Matheolympiade für die höhere Klasse mitschreiben lassen", erinnert sich der 15-Jährige.

Seither kann Dominik dank seiner Talente und wegen seines Fleißes mit hervorragenden Ergebnissen bei Mathe- olympiaden auf Landesebene glänzen. Kürzlich erst wieder, als die Mathematikolympiade für Sachsen-Anhalt Ende Februar ausgetragen wurde. Dominik gelang es, einen 2. Preis zu erringen. "Seit der 6. Klasse war ich immer auf Landesebene dabei", erzählt er völlig unaufgeregt, als wäre es das Normalste der Welt, komplizierte Rechnungen zu lösen.

Doch wie läuft so eine Matheolympiade eigentlich ab und wie sehen die Aufgaben aus, die dort zu lösen sind?

"Die Olympiade wurde an der Uni-Magdeburg ausgetragen - an zwei Tagen! Jeden Tag wurden drei Aufgaben gestellt, für die wir jeweils vier Stunden Zeit hatten", erzählt Dominik. "Bei den Aufgaben denkt man oft: Oh Gott, wie soll ich das hinbekommen?! Man muss dann bei Mathe schon sehr um die Ecke denken, und bei Physik sucht man ziemlich lange nach Formeln, die für die Lösung der Aufgaben nötig sind", beschreibt Dominik den Ablauf.

Apropos Physik. In diesem Jahr hat Dominik das erste Mal an der Physikolympiade auf Landesebene teilgenommen und prompt einen dritten Preis gewonnen. "Ich war total überrascht, dass es so gut geklappt hat. Ich hatte mich nicht wirklich darauf vorbereitet."

Was sagen eigentlich seine Klassenkameraden zu seinen Erfolgen? Gibt es Anerkennung oder Neid? "Darauf hat mich noch nie jemand angesprochen. Es gab weder positive oder negative Reaktionen. Das finde ich aber auch gar nicht schlimm", berichtet Dominik.

Große Zukunftspläne hat Dominik noch nicht, was als Neuntklässler auch nicht allzu verwunderlich ist. "Es wird für mich ziemlich schwer werden, später zu entscheiden, welche Fächer ich ab der elften Klasse abwähle. Eigentlich würde ich mir ganz gerne alle Optionen offen halten und alle naturwissenschaftlichen Fächer belegen. Ansonsten wäre es mal ganz schön, auf Bundesebene bei einer Olympiade zu starten. Das wäre sicher interessant."

Zuzutrauen ist es ihm allemal!