Auf der Schneidlinger Wasserburg blickt der Förderverein optimistisch in die Zukunft. Im vergangenen Jahr lockte das historische Gemäuer viele Besucher an. Das Interesse der Bevölkerung stimmt die Mitglieder zuversichtlich. Sie wollen an die Erfolge der letzten Monate anknüpfen. Wie sich der Verein das vorstellt, wird auf der Jahreshauptversammlung am 4. Februar verraten. Die Volksstimme gibt einen Vorgeschmack.

Schneidlingen. Den groben Veranstaltungsfahrplan für 2011 haben die Fördervereinsmitglieder schon jetzt im Kopf. Die Burgfreunde fassen dabei nach wie vor traditionell gewachsene Höhepunkte ins Auge. Eine für sie sehr wichtige Station: Der Tag des offenen Denkmals am 11. September. Zahlreiche Fans der Heimatgeschichte aus nah und fern sind für den Förderverein an diesem Tag zu gern gesehenen Gästen geworden. In diesem Jahr dürfen sich die Besucher neben Rundgängen wieder auf eine themenspezifische Ausstellung auf der Schneidlinger Wasserburg freuen. Waren jüngst Informationen über die früheren Eigentümer und Pächter der Wasserburg vom Verein in Erfahrung gebracht worden, soll in diesem Jahr ein anderer Bereich von Interesse sein. Worum es dabei geht, steht derzeit aber noch nicht fest.

Sicher ist aber, dass es auch 2011 einen Weihnachtsmarkt im mittelalterlichen Stil am ersten Sonnabend im Dezember geben wird.

Interessierte Gruppen, Familien und andere Leute, die sich für die Geschichte der Wasserburg interessieren, können von April bis Oktober nach der Winterpause aber auch montags bis freitags und an den Wochenenden vorbei schauen oder Rundgänge nach Terminabsprache auch außerhalb der dann geltenden Öffnungszeiten vereinbaren.

Weiterhin wollen die Fördervereinsmitglieder einmal im Monat Arbeitseinsätze durchführen. Schwerpunktmäßig sollen die Kellerräume weiter hergerichtet werden. Insgesamt sind bis zu sechs Gewölbe vorhanden. Ein rund 200 Quadratmeter großer Raum wurde bereits beräumt und kann jetzt genutzt werden. Ein Keller nach dem anderen soll jetzt folgen.

Das Jahr 2010 ist nach Auskunft von Vorstandsmitglied Hans-Jochen Hertel erfolgreich abgelaufen. "Burgführungen wurden rege angenommen", schätzt er, dass in den vergangenen Monaten mindestens 200 Rundgänge stattgefunden haben. Und so sei der Verein auch finanziell wegen der großen Spendenbereitschaft vieler Gäste bestens gewappnet, ihre Arbeit fortzuführen.

Wie das genau aussieht, erfahren die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung am Freitag, dem 4. Februar, um 19 Uhr in der Gaststätte "Brauner Hirsch" in Groß Börnecke.

Der Förderverein der Wasserburg Schneidlingen kämpft seit sieben Jahren für den Erhalt der Burganlage, die erstmals im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde. Heute gehört die Burg einem Unternehmer aus Ungarn, der Teile des Anwesens 2007 im Internet ersteigerte. Große Teile der Burg sind stark sanierungsbedürftig. Der Förderverein würde sich gern um Förderungen zur Finanzierung dringend nötiger Baumaßnahmen bewerben, kann das aber nicht, weil ein langfristiger Nutzungsvertrag mit dem Eigentümer nach wie vor aussteht. Ziel des Vereins ist es, der Öffentlichkeit den Zugang zur Burg auch weiterhin zu ermöglichen.