Das 39. Badewannenrennen auf der Wipper, das alljährlich vom Dorfclub Osmarsleben organisiert wird, stand in diesem Jahr unter keinem guten Stern. Beim Heimatfest fiel es buchstäblich ins Wasser und auch bei der Wiederholung am Sonnabend trübte Regen den Spaß.

Osmarlsleben l An den Start gegangen waren am Sonnabend insgesamt zwölf Teams. Und alle hatten sich wie immer etwas ganz Besonderes einfallen lassen, damit ihr Gefährt so richtig aus dem Rahmen fällt.

Die zahlreich erschienenen Zuschauer konnten innerhalb einer Stunde die "Osmarslebener Brückenbauer" mit Lars Lehmann und Anne Hergeselle erleben, den "Orientexpress" mit David Buchmann, René Eggebrett, Claudia Meier und Daniel Laschek und die "Wipper-Nixen" Yvonne Stanczyk, Stefanie Korb Nshi und Nicki Korb Nshi.

Tabea Wanke, Cilie Schmidt, Sara Schmiddt, Lisa Hunger und Jolina Bunk nannten ihr Fahrzeug "Grundschule adé". Robin Hillmann kam mit einer "Wipperschlange" daher und Pauline Huhnstock, Antonia Breitenbach, Niklas Döhner und Nils Döhner feierten auf der Wipper einen bunten "Kindergeburtstag".

Friseur Steffen Kirchberg hatte sich dieses Mal als Stardesigner Harald Glööckler verkleidet. Mit Katharina Huhnstock, Carmen Hanemann und Ute Krause zog er mit seinem schwimmenden Salon "Titsches ,Schnittchen`" vorbei.

Genauso fielen Katja Knakowski und Nico Michalewicz auf, denn sie erinnerten mit ihrem "Wipper-Bundy" an die amerikanischen Kultfiguren beziehungsweise Serienhelden Al und Peggy Bundy.

Als "Amesdorfer Granaten" schipperten Thomas Nikula, Carsten Schiedewitz und Andy Nagel auf der Wipper ins Ziel. Eine "Wipper-Safarie" wagten im dann einsetzenden strömenden Regen Sebastian Kinne, Sandra Kinne, Andy Richter und Stefanie Buchmann. Das gleiche galt für die Nummer 12, die "Wipper-Urlauber" Hannes Dobritz und Manuel Pickart.

Ursprünglich sollten auch noch die "Wipper-Piraten" an den Start gehen, sie konnten durch die Verlegung des Rennens urlaubsbedingt dieses Mal aber nicht teilnehmen.

Dennoch war Rosi Stemmler, die rührige Kassenwartin des Vereins, die die Anmeldungen für diese Gaudi annimmt, mit der Beteiligung sehr zufrieden. "Wir können uns nicht beklagen", sagte sie.

Angefangen hatte alles vor 39 Jahren nur mit Badewannen. Dann kamen mehr und mehr Boote hinzu. "Das hat sich über die Jahre so entwickelt, dass man der Fantasie freien Lauf lässt", sagte Rosi Stemmler.

In diesem Zusammenhang verwies sie darauf, dass der Osmarslebener Friseur Steffen Kirchberg von allen am eifrigsten war. Er hat sich bislang an insgesamt 38 Rennen beteiligt und ist damit der aktivste Teilnehmer. Von klein auf dabei ist auch Pauline Huhnstock, die dieses Mal mit dem Kindergeburtstag daherkam.

Das Wichtigste für alle, die an den Start gehen und für die Zuschauer, ist der Spaß, sagte Rosi Stemmler. "Sieger und Verlierer gibt es bei uns nicht. Jeder Teilnehmer erhält als Dankeschön am Ende eine Kleinigkeit", fügte sie hinzu. So sei garantiert, dass alle auch beim nächsten Mal wieder mitmachen.

Für die Information der Gäste sorgten DJ Jörg aus Groß Börnecke, der ebenfalls schon Stammgast bei den Badewannenrennen in Osmarsleben ist, sowie der im Dorf wohnende Olaf Krause. Sie kommentierten wie die Sportberichterstatter den Zieleinlauf der Boote und versorgten die Zuschauer darüber hinaus mit so manch wichtigen Hinweisen zu den "Rennfahrern". Dabei hatten sie auch den einen oder anderen Scherz auf den Lippen.

Leider hatte auch beim Wiederholungstermin der Wettergott kein Erbarmen mit den Osmarslebenern. Ehe die letzten Konstruktionen das sichere Ufer erreicht hatten, fing es an zu regnen. Damit war nicht nur die tolle Stimmung auf einen Schlag dahin, auch die Gäste suchten das Weite.

   

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