Schönebeck/Staßfurt (dw) Der Kreiswirtschaftsbetrieb des Salzlandkreises will unmittelbar keine eigene Biogasanlage auf der Deponie Frohser Berge in Schönebeck bauen und betreiben. Pläne, in einer solchen Anlage Biomüll zu verwerten und entsorgen sind zwar nicht vom Tisch, aber bedürfen noch weiterer Prüfungen. Das sagt Betriebsleiter Ralf Felgenträger. Hintergrund ist, dass ab 2015 Biomüll nicht mehr kompostiert werden darf, sondern einer Verwertung zugeführt werden muss. Im Salzland gab es deshalb die Überlegung einer eigenen Biogasanlage für den Kreiswirtschaftsbetrieb. Die Leitung allerdings will keine vorschnelle Entscheidung nur aufgrund der Zeit. "Wir wollen genau analysieren, welche Mengen Biomüll anfallen und wie sich die Marktpreise entwickeln", sagt Ralf Felgenträger. Nach einer ersten Prüfung des Vorhabens habe es nun eine zweite, von einem externen Büro durchgeführte Begutachtung gegeben, welche Investitionen und Unterhaltungskosten auf das kommunale Unternehmen zukämen, würde man eine solche Anlage im Eigenbetrieb fahren. "Wie auch im ersten Fall haben wie die eindeutiger Empfehlung erhalten, von der Biogasanlage planerisch Abstand zu nehmen", sagt der Betriebsleiter. Dafür gebe es mehrere Gründe, wie nötige Mengen gärenden Abfalls, gesetzliche Auflagen und Verfahren, die kostspielig sind, und Preise, die in Gebühren umgelegt werden müssten. Als Annahmestelle und Entsorger bleibt der Kreiswirtschaftsbetrieb "Eigentümer" des grünen Mülls bis zu seiner Verwertung. Ralf Felgenträger sagt, dass man die Leistung der Verwertung ausschreiben werde. Ein Unternehmen, was die Dienstleistung erbringe, müsse wie auch der Kreiswirtschaftsbetrieb als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert sein, nannte der Betriebsleiter eine Auflage der Ausschreibung. Nicht nachvollziehen könne man aber, so Ralf Felgenträger weiter, was mit dem Grüngut passiere - ob es verbrannt, geschreddert und auf den Acker ausgefahren oder doch andernorts aufgewertet einer Biogasanlage zugeführt werde.