Eltern, deren Kinder eine kommunale Kita in Hecklingen, Groß Börnecke, Schneidlingen oder Cochstedt besuchen, müssen im kommenden Jahr nicht tiefer in die Tasche greifen. Die Beiträge bleiben konstant. Das regelt eine neue Kostenbeitragssatzung und die hat der Stadtrat am Dienstag einstimmig auf den Weg gebracht.

Hecklingen l Das Kinderförderungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt hat sich geändert. Die Kommunen sind aufgefordert, ihre Kita-Beiträge nach neuen Maßgaben zu berechnen. In Hecklingen muss an den Preisen für die Betreuung von Kindern in den Einrichtungen der Kommune (Krippe, Kindergarten und Hort/ siehe Infokasten) vorerst aber nicht gerüttelt werden. Eine entsprechende überarbeitete Satzung, in der die Beiträge festgeschrieben sind, wurde vom Stadtrat Dienstagabend beschlossen.

Einstimmig gaben die Mitglieder ihr Votum für die Beibehaltung der Kita-Beiträge ab. Die neue Satzung, in der sie festgeschrieben sind, gilt ab Januar 2015 auf unbefristete Zeit. "Vorher war unsere Satzung auf ein Jahr befristet", erklärt Britta Fasel. Die Mitarbeiterin aus dem Hauptamt sagt, dass an dem novellierten Regelwerk erst dann Änderungen vorgenommen werden, wenn diese nötig sind. Damit kommt die Stadt einer Bitte aus den Kuratorien der Kindertagesstätten nach. Sie forderten die Kommune auf, die Satzung nicht zu befristen, so Britta Fasel.

Sie hatte den Gremien, Ortschaftsräten sowie dem Kultur- und Sozialausschuss in den zurückliegenden Wochen und Monaten zwei Berechnungsvarianten zur Erhebung der Kita-Beiträge vorgestellt.

Eine erste Kalkulation sah der Beschlussvorlage zufolge eine "erhebliche Erhöhung der Beiträge im Krippenbereich und dafür eine Absenkung im Kindergartenbereich vor". Dafür hätten sich die Beiträge für die Hortbetreuung aber verdoppelt.

Das fand aber keine Zustimmung. Vielmehr sprachen sich Mitwirkende in Vorberatungen für die zweite, jetzt beschlossene Berechnungsvariante aus. Britta Fasel sprach von einer Beibehaltung der bisherigen Kosten. Die gesetzlichen Erfordernisse würden dabei erfüllt, sagt sie.

Bleibt zu fragen, welche "Zauberformel" Hecklingen angewandt hat? Darauf angesprochen, erklärte Hecklingens Bürgermeister Hans-Rüdiger Kosche (CDU) gestern, dass viele verschiedene Einflüsse ausschlaggebend sind.

Zum einen sei es von Vorteil, dass die Einrichtungen der Stadt in der Hand von nur zwei Trägergesellschaften liegen, zum anderen die modernen Standards in den Gebäuden wie etwa in Hecklingen seien für die Kostenbeibehaltung verantwortlich.

Das fand das Lob der Räte. "Es zeigt, wenn die Dinge nur zeitig genug angepackt werden, sehen wir, dass das Ergebnis der Zufriedenheit entspricht", findet Stadtratschefin Christine Kern (Wählergemeinschaft Hecklingen).

Ortsbürgermeister Wolfgang Weißbart (Die Linke) aus Cochstedt kann sich mit anerkennenden Worten anschließen. "Wir können stolz auf dieses Berechnungsangebot sein." In anderen Kommunen müssten die Eltern künftig mehr bezahlen, nicht so in Hecklingen. Er freut sich über die Nachfrage. "Die Kindertagesstätten sind ausgelastet", weiß Weißbart.

Hans-Rüdiger Kosche sprach seinen Mitarbeitern, den Kuratorien, Ortschaftsräten sowie allen anderen Mitwirkenden ein Lob aus. "Alle haben zügig gearbeitet, sodass wir an unseren Beiträgen nichts ändern müssen", so der Rathauschef.