Brandenburg/Stendal (tp) l Ein schwerer Unfall ereignete sich am Sonnabend auf der A 10 kurz vor der Anschlussstelle Michendorf. Laut Pressemitteilung der Polizeidirektion West in Brandenburg fuhr ein 65-jähriger Stendaler mit seinem Dacia entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung auf die Autobahn. Er war dadurch in Richtung Frankfurt/Oder auf dem linken Fahrstreifen unterwegs. Ein Polizeifahrzeug sah das Auto entgegenkommen. Auf die Signale des Streifenwagens wie Blaulicht und Handzeichen reagierte der Mann allerdings nicht.

Kurz nachdem der Streifenwagen und der Dacia aneinander vorbeigefahren waren, versuchten die Fahrer von zuwei Fahrzeugen, einem Renault und einem Smart, dem entgegenkommenden Fahrzeug auszuiweichen. Dabei verloren sie die Kontrolle und prallten gegen die Leiplanke. Zwei Frauen wurden bei diesen Kollisionen leicht verletzt.

Schließlich stieß der Dacia frontal mit einem Berliner BMW zusammen. Bei diesem Unfall wurde der Dacia-Fahrer eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Mit dem Rettungswagen wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Alle Unfälle ereigneten sich im Bereich der Brücke des Autobahndreieicks Nuthetal. In dem BMW waren neben dem Fahrer noch zwei Frauen. Diese wurden durch den Aufprall schwerverletzt.

Eine wurde mit dem Rettungswagern, die andere mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Der Fahrer wurde kurz von den Rettungskräften untersucht, die feststellten, dass er unverletzt geblieben war. .

Über die genaue Schwere der Verletzungen der Unfallbeteiligten lagen der Polizei zum Zeitpunkt der Meldung noch keine Erkenntnisse vor. Allerdings handelte es sich wohl nicht um lebensgefährliche Verletzungen.

Die A 10 in Fahrtrichtung Magdeburg wurde kurz vor der Anschlussstelle Michendorf komplett gesperrt. Es bildete sich ein kilometerlanger Stau. Nach dem Abschluss der Rettungsarbeiten war die Autobahn gegen 12 Uhr für den Verkehr wieder teilweise freigegeben, der sich dann normalisierte.

Der Sachschaden der durch die beiden Unfälle entstanden ist, liegt laut Polizei bei rund 17000 Euro.

Warum der Stendaler falsch auf die Autobahn auffuhr ist bislang noch völlig unklar. Die Brandenburger Kriminalpolizei nimmt dazu die Ermittlungen auf.