Stendal. Ein Tag der offenen Tür im Berufsbildungswerk ist nicht nur für die Besucher eine tolle Sache, die auf diese Weise einen Einblick in sonst nicht zugängliche Werkstätten und Räume bekommen. Auch für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie ihre Ausbilder ist solch ein Tag spannend. Schließlich gibt es viele neugierige Blicke, unerwartete Fragen und die ein oder andere Bitte um ein Foto.

Ein bisschen aufgeregt war am Sonnabend daher auch Cindy Budsinski, Metallbearbeiterin im dritten Lehrjahr. Die junge Frau, die heute ihren 28. Geburtstag feiert, zeigte den Besuchern die Technik des Autogenschweißens. In ihrem Blaumann, an ihrem Arbeitsplatz, in ihrer Werkstatt – da wirkte Cindy sehr souverän, und man merkte: dieser Beruf wird ihr Spaß machen. Als Schweißerin will sie einmal arbeiten, Metall ist ihr Metier. "Man braucht Geschick, und es ist ein toller Beruf, weil man selbst etwas herstellt", sagte sie.

Alles selbst gemacht haben auch die Teilnehmer des einjährigen Ausbildungsprojekts für Autofachwerker und Metallbearbeiter. Sie haben einen Mess- und Prüfstand zur Motordiagnose gebaut und schließlich damit gearbeitet. Ausbilder Norbert Stumpf hat schließlich Fehler eingebaut, die die Azubis finden mussten. "Fehler an der Elektronik sind am schwersten zu identifizieren", sagte er. "Das Gute an diesem Übungsmotorblock ist eben, dass man drumherum gehen kann, alles ganz genau sieht. Nachher, am Kundenauto, muss jeder Handgriff sitzen, da muss man sich dann auskennen." Das Organisieren der Arbeitsabläufe sei bei diesem Projekt neben der technischen Kenntnis ein weiterer Schwerpunkt gewesen.

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