Auf der Roßstraße in Wanzleben gibt es verschiedene Parkregelungen, die durch Verkehrsschilder ausgewiesen werden. Die Anwohner des neu erbauten Hauses Roßstraße 47 sehen darin, dass vor ihrem Haus fast immer geparkt werden darf, ein Problem - beim Verlassen der Grundstücksausfahrt. Sie hoffen auf eine Änderung bei der Beschilderung. Doch das Ordnungsamt kann dem nicht zustimmen.

Wanzleben. Ein Schmuckstück ist das neu gebaute Wohnhaus in der Roßstraße 47 geworden; die Mieter haben sich inzwischen eingelebt. Doch ein Problem plagt die Hausgemeinschaft. Wenn die Mieter oder Besucher mit dem Auto den Hof verlassen möchten, ist die Sicht oft durch parkende Autos stark eingeschränkt. Die Hausbewohner fürchten sich, dass irgendwann einmal ein Unfall passiert, weil ein herannahendes Fahrzeug übersehen worden ist.

Dass es auch sicherer geht, ist beispielsweise dienstagmittags zu merken. Dann nämlich, wenn die Kehrmaschine in der Roßstraße zum Einsatz kommt, verbietet ein Parkverbotsschild mit Zusatzschild, auf dem die Zeit "Dienstag, 12 bis 14 Uhr" vermerkt ist, dass dort geparkt wird.

Ein Wunsch der Hausbewohner ist es, dass das Parkverbot ausgeweitet wird, um die Sicherheit beim Verlassen des Hofes zu gewährleisten. Hinter der Ausfahrt der Roßstraße 47 ist bereits ein Parkverbotsschild angebracht, das nicht mit einer Zeitbeschränkung versehen ist.

Rainer Lippelt, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Wanzleben, kennt das Problem. Er hatte auch bereits beim Ordnungsamt der Stadt Wanzleben - Börde vorgesprochen, aber noch kein Ergebnis vorzuliegen. Nach Aussage von Erika König, Leiterin des Ordnungsamtes, hat es zwar nie eine schriftliche Anfrage zu diesem Thema gegeben, aber nach dem Gespräch mit Rainer Lippelt hat das Ordnungsamt den Sachverhalt geprüft. Ergebnis: Die Verkehrsregelung in der Roßstraße sei durchdacht und werde auch nicht verändert werden. Für Einzelne könne man, so Erika König, der Allgemeinheit keine Sperren auferlegen.

Notfalls müssen sich die Anwohner beim Verlassen der Ausfahrt einweisen lassen. An der eigenen Mauer könnten als Hilfsmittel auch Spiegel angebracht werden, die Kosten müsse dann aber der Eigentümer tragen.