Wernigerode (tk) l Das Wildbret aus dem Wernigeröder Stadtforst ist einwandfrei, darauf wies Michael Selmikat, Chef des kommunalen Forstamtes, hin. Er reagierte auf den Volksstimme-Bericht "Stadtförster muss Geldstrafe zahlen".

Laut Selmikat habe die Staatsanwaltschaft "keine schuldhafte Verletzung der Gesetzesnormen" durch ihn festgestellt. Die ihm auferlegte Geldbuße über 1200 Euro sei im streng juristischen Sinne keine Strafe, sondern eine Auflage zur Verfahrenseinstellung.

Rückblende: Im September 2012 war ein verendeter Hirsch im Stadtwald gefunden worden. Das Tier hatte Selmikat an einen Wildhändler verkauft, ein Tierarzt hatte das Fleisch als einwandfrei eingeschätzt. Allerdings hatte der Wernige­röder Stadtförster in den Papieren für den Wildhandel auch angekreuzt, dass der Hirsch erschossen worden sei. Das war ein Versehen, betonte Selmikat und schätzte rückblickend ein. "Das war mein Fehler, aber betrogen wurde niemand."