Bereit sein ist alles - das sagen sich die Harzklubs in Rübeland, Elbingerode und Hasselfelde. Ihr Tourenangebot für die Teilnehmer des 114. Deutschen Wandertages in Bad Harzburg wurde sehr unterschiedlich genutzt. Die meisten wanderten in Hasselfelde, die wenigsten in Elbingerode.

Hasselfelde l Der Deutsche Wandertag 2014 ist Geschichte, die speziellen Angebote der Harzklub-Zweigvereine der Stadt Oberharz dazu auch.

In der Auswertung der vielfach emsig vorbereiteten Touren kommen große Unterschiede bei der Teilnahme zutage. So führten Ralph Ehrt, Klaus Bergen und Harzklub-Chef Christoph Unger in Rübeland einmal 29 und einmal 20 Wanderer durch das schöne Gebiet bis nach Wendefurth und um Neuwerk. Zerklüftete Felsformationen und wasserwirtschaftliche Anlagen haben auf diesen Touren besonders großes Interesse gefunden. "Angemeldet aber waren im Vorfeld einmal null und einmal fünf Wanderer", so Unger auf Nachfrage, "die meisten kamen also kurzentschlossen, wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden."

Das sind Wanderwart Klaus-Peter Hecht und Vereinschef Gerd Borchert in Elbingerode nicht ganz. Ihr Angebot zur Bergbauwanderung nahmen einmal nur schlappe fünf, einmal zwölf Wanderfreunde an. "Da kann man nichts machen, wie das Interesse eben ist, das Angebot war eben sehr groß", so Borchert. Kenner ziehen da schon mal den Vergleich zu Pilzen, die auch mal viel, mal wenig an einem Platz stehen und mal ganz fehlen.

Bereit sein ist alles, so Borchert, und so standen sicherheitshalber fünf Erklärer parat. Sie gaben ihr Wissen weiter, wenngleich sie sich doch mehr Zuspruch erhofft hatten.

In Hasselfelde dagegen wurden die Hoffnungen auf viele Gäste übertroffen. 36 Wanderer gingen dort unter Leitung von Eberhard Köhler auf die Wanderung zum Carlshaus und zur Rappbodevorsperre.

Auch die beiden anderen Touren von Hasselfelde aus, die Jutta Wenzel und Gudrun Hemmerling zu zwei Talsperren und zur Harzköhlerei führten, sahen zehn, zwölf Leute. "Das ist genau die richtige Größe, um auch gut etwas erklären zu können", so Jutta Wenzel auf Volksstimme-Nachfrage.

Die Wanderer seien von überall her über Bad Harzburg nach Hasselfelde gekommen. "Aus der Eifel, aus Bayern, Thüringen und der Umgebung", so Wenzel. Ein Gast aus der Eifel habe sich so sehr in den Harz verliebt, dass er gleich vier Wochen hier bleibt und wandert.

Angebote und individuelle Möglichkeiten dafür, so machten die Harzklub-Vertreter deutlich, gibt auch nach dem grandiosen Wandertag in Bad Harzburg zur Genüge. Das Treffen dort und besonders der großartige Festumzug, so Gerd Borchert, seien sehr beeindruckend gewesen. Der Harzklub Elbingerode habe dabei die wohl größte Delegation gestellt. 46 Mitglieder repräsentierten Elbingerodes Zweigverein.

   

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