Die Schüler der Klasse 8b der Sekundarschule "Thomas Müntzer" in Wernigerode haben sich mit den Themen Nachhaltigkeit und fairer Handel beschäftigt. Im Rahmen eines Projektes haben sie einen Einkaufsführer erstellt.

Wernigerode l Was bedeutet eigentlich "bio"? Und was heißt "fair" und "regional"? Mit diesen Fragen haben sich die Schüler der achten Klasse der Wernigeröder Sekundarschule "Thomas Müntzer" ausein-ander gesetzt. Im Rahmen des Projektes "bio regional fair - Lernen und Wirken in Sachsen-Anhalt" beschäftigten sie sich mit den Themen fairer Handel, biologischer Anbau, Regionalwirtschaft und nachhaltige Entwicklung.

Einkaufen in der Umgebung

"Wir haben mit den Schülern einen Einkaufsführer erstellt, der aufzeigt, wo in Wernigerode und Umgebung nachhaltig eingekauft werden kann", sagt Ulrike Bürger vom Eine-Welt-Netzwerk Sachsen-Anhalt, die das Projekt ins Leben gerufen hat. "Mit Unterstützung durch den Eine-Welt-Laden und den Naturkostladen ,Biothek` haben sie das Konzept der Nachhaltigkeit kennengelernt", erklärt die Projektkoordinatorin.

In drei Gruppen beschäftigten sich die Schüler mit unterschiedlichen Fragestellungen. So recherchierte eine Gruppe über die Auswirkungen von Waldbränden und was passiert, wenn der Regenwald abgeholzt wird. Die zweite Gruppe setzte sich mit dem fairen Handel am Beispiel einer Mango auseinander. In der dritten Gruppe erfuhren die Schüler etwas darüber, welche Auswirkungen die Massentierhaltung hat.

Die Ergebnisse des Projektes und den Einkaufsführer stellte die Klasse nun in einer Präsentation vor. Eröffnet wurde sie vom freien Bildungsreferenten Mark Kofi Asamoah mit einem lauten Trommelwirbel. Der Ghanaer war eigens zu der Veranstaltung aus Berlin angereist und führte einen Film vor, der den Schülern nahe brachte, warum fairer und nachhaltiger Handel wichtig ist. "Wenn die Menschen in Afrika von ihrer Arbeit nicht leben können, dann bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich auf eine gefährliche Reise über das Mittelmeer nach Europa zu machen", sagt Asamoah.

Schüler stellen Fragen

Zur Präsentation war auch Oberbürgermeister Peter Gaffert (parteilos) eingeladen. Er stand den Schülern Rede und Antwort. So kamen zum Beispiel Fragen auf nach biologischem Anbau von Produkten in der Region und ob Gaffert selbst auch darauf achtet, fair gehandelte Lebensmittel zu kaufen.

Während der Präsentation des Einkaufsführers wurden die Gäste mit Speisen verköstigt, die die Schüler selbst aus Bio-Zutaten gebacken und gekocht hatten. Daneben waren auch der Eine-Welt-Laden vom Wernigeröder Schloss und der Naturkostladen "Biothek" mit Ständen vertreten.

Den Einkaufsführer kann sich jeder kostenlos mitnehmen. Er liegt im Eine-Welt-Laden sowie an öffentlichen Einkaufsstellen aus und ist in den Stadtverwaltungen von Wernigerode und Quedlinburg erhältlich.

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