Heiko Breithaupt ist seit Donnerstagabend offizieller Kandidat der CDU zur Bürgermeisterwahl in Blankenburg am 22. März. Die Mitglieder kürten ihn mit 24:1 Stimmen.

Blankenburg l Mit 24 Ja-Stimmen ist Heiko Breithaupt von den Mitgliedern des CDU-Stadtverbandes zum Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 22. März gekürt worden. Ein Parteimitglied stimmte am Donnerstagabend im Hotel "Gut Voigtländer" in geheimer Wahl gegen ihn.

Börneckes Ortsbürgermeister Rüdiger Klamroth hatte den 35-jährigen Geschäftsstellenleiter der Harzsparkasse in Blankenburg vorgeschlagen. So sei Heiko Breithaupt mit seiner Heimatstadt und den Ortsteilen fest verwurzelt, seit vielen Jahren in Vereinen und Organisationen in verantwortlichen Positionen aktiv, genieße Anerkennung in allen Bevölkerungsgruppen, sei authentisch, integer und kompromissbereit. "Heiko Breithaupt arbeitet seit 2010 im Stadtrat mit. Er wäre ein Bürgermeister aus dem Volk, aus der Mitte der Gesellschaft, der die Probleme der Stadt kennt", so Klamroth.

Nachdem in der Vorwoche Hartmut Berge als potenzieller Kandidat bei einer Abstimmung des erweiterten Vorstandes durchgefallen war und daraufhin als Ortsvorsitzender zurücktrat, blieb Breithaupt einziger Bewerber.

Die auch für einige CDU-Mitglieder überraschende Entscheidung des Vorstandes wurde am Abend nur kurz thematisiert, nachdem Günther Scherner den Punkt "Anfragen" auf die Tagesordnung setzen ließ. Birgit Kayser erklärte, dass es bei den Kandidaten enorme Unterschiede in den Vorstellungen zur künftigen Stadtentwicklung gegeben habe. Ausschlaggebend sei aber gewesen, dass Hartmut Berge seinen Hauptwohnsitz in der Nähe von Leipzig beibehalten wollte. "Wer eine Stadt wie Blankenburg führen und auch Verständnis für alle Ortsteile und die Kernstadt aufbringen will, sollte auch hier leben und schaffen", so Birgit Kayser.

Hartmut Berge selbst war nicht anwesend. Auch telefonisch wollte er die Entwicklung nicht kommentieren.

Heiko Breithaupt umriss derweil einige seiner Ziele. Hauptaugenmerk wolle er auf die Familienfreundlichkeit der Stadt richten und die Sicherung der Lebensqualität. Besonders für die Jugend gebe es noch viel Potenzial auszuschöpfen. Ebenso bei der öffentlichen Verwaltung und der Wirtschaftsförderung. Wichtig sei ihm, die Bürger mitzunehmen, um Akzeptanz zu schaffen.