Eine große Resonanz haben die dritten Schloss-Gespräche des Lions-Clubs Blankenburg und der Harz AG erfahren. Als Zugpferd lockte der Internationale Investoren-Stammtisch rund 250 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung aus ganz Sachsen-Anhalt in die Harzstadt.

Blankenburg l Da hat selbst Mitorganisator Wolfgang Borchert gestaunt. "Bei unseren Treffen war es selten so voll wie heute", sagte der Pressesprecher des Finanzministeriums und Initiator des Internationalen Investoren-Stammtischs Sachsen-Anhalt zum Auftakt der 24. Auflage. Sie fand diesmal in Verbindung mit den Blankenburger Schloss-Gesprächen statt und lockte mehr als 250 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung aus ganz Sachsen-Anhalt nach Blankenburg.

Darunter auch den Generalkonsul der Vereinigten Staaten von Amerika für Mitteldeutschland, Scott Riedmann. Er warb vor den Anwesenden für das sehr kontrovers diskutierte Freihandelsabkommen (TTIP) zwischen den USA und Europa. "Es ist höchste Zeit dafür", sagte er. Der Diplomat verspreche sich davon mehr Arbeitsplätze, den Abbau von Bürokratie sowie ein besseres Innovations- und Investitionsklima, von denen beide Seiten profitieren würden. TTIP bilde die Basis für eine erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung auf beiden Seiten des Atlantiks. Mit einem Blick in die Geschichte erklärte Riedmann, dass sich auch nach der Einführung des EU-Binnenmarktes die Befürchtungen der Kritiker nicht bewahrheitet hätten.

Neben dem Grußwort Riedmanns stellte Ulrich Peickert, Chef der Landes-Energie-Agentur (LENA), den Gästen die Modellprojekte im Förderprogramm STARK III vor, zu denen auch der Neubau der Grundschule "Am Regenstein" in Blankenburg gehört. Nach Volksstimme-Informationen wurde am Rande des Abends auch über die Abrechnung der Fördermittel gesprochen, auf die die Blankenburger dringend warten. Dem Vernehmen nach soll es noch in dieser Woche eine Lösung geben.

Die vom Lions Club Blankenburg mit der Harz AG und der Stadtverwaltung organiserten Schloss-Gespräche warteten nicht nur mit kulinarischen Leckerbissen aus dem Harz auf, sondern auch mit einem kulturellen. Die Blankenburger "Spinnesänger" sorgten mit ihren schwarzhumorigen Liedern für gute Laune im Theatersaal. Finanz-Staatssekretär Jörg Felgner ließ es sich danach nicht nehmen, dem Verein "Rettung Schloss Blankenburg" zu danken. "Ich ziehe den Hut vor dem, was hier geleistet wurde", erklärte er. Den Gästen waren im Vorfeld Führungen durch das historische Gemäuer angeboten worden.