Am Langensteiner Pastorenberg werden zurzeit die Wirtschaftsgebäude der Ex-Putenfarm abgerissen. Hier soll eine weitere Eigenheimsiedlung entstehen.

Langenstein. Schweres Gerät ist am Langensteiner Pastorenberg angerückt, und viele Anwohner haben sich in den vergangenen Tagen gefragt, was hier eigentlich passiert. Die Antwort lautet : Es wird einem weiteren Schandfleck in der sonst so idyllischen Umgebung der Neubausiedlung zu Leibe gerückt. Nachdem bereits 1993 die Ställe der ehemaligen Putenfarm beseitigt worden sind, um Platz für Eigenheim-Grundstücke zu schaffen, sollen jetzt auch die seit Langem leerstehenden und verwahrlosten Nebengebäude, ehemals Verwaltung und Lagerhallen, weichen.

Hier soll ein weiteres Wohngebiet erschlossen werden. Das Grundstück hatte die Gemeinde aus Privathand erworben. Vorgesehen sind dabei laut gültigem Bebauungsplan 16 Grundstücke. Mit den Arbeiten hat die bis Ende 2009 noch selbständige Gemeinde Langenstein eine örtliche Fachfirma beauftragt. " Wir werden bis voraussichtlich Ende Mai die alten Wirtschaftsgebäude abreißen und das Gelände für die vorgesehene Wohnbebauung erschließen ", erläutert deren Inhaber Hartmut Wildgrube. Der dabei anfallende Bauschutt werde an Ort und Stelle aufbereitet und zur Profilierung des Geländes sowie für den Unterbau der Zuwegungen genutzt. Was dafür nicht in Frage käme, werde fachgerecht entsorgt, erklärt der Inhaber eines sogenannten EAT-Betriebes. " EAT " stehe für " Entsorgung, Abriss und Tiefbau ", so Wildgrube, seine Firma sei also für alle drei Leistungen gleichermaßen qualifiziert. Selbstverständlich habe man auch alle notwendigen Genehmigungen für den Abriss und die folgenden Arbeiten bei den zuständigen Behörden eingeholt, versichert der Langensteiner Unternehmer angesichts einer Vielzahl von kritischen Fragen, die in den vergangenen Tagen an seine Mitarbeiter auf der Baustelle gerichtet worden seien.

" Wir werden die Baugrundstücke in Zusammenarbeit mit den örtlichen Ver- und Entsorgungsunternehmen komplett bis hin zu den Hausanschlüssen vorbereiten ", kündigt Wildgrube an. Die Grundstücksgrößen seien dabei noch variabel und könnten auf die Bedürfnisse der künftigen Eigentümer abgestimmt werden.

Wildgrube verspricht auch, den Spazierweg vom Pastorenberg in Richtung Untermühlenteich wieder instandzusetzen. Dieser war bei Baumfällarbeiten im vergangenen Herbst stark in Mitleidenschaft gezogen worden, was bei einigen Anwohnern Unmut hervorgerufen hatte. " Sobald die Witterung es zulässt, werden wir den Weg mit Schotter befestigen ", stellt Wildgrube in Aussicht. Natürlich seien auch bei der Erschließung des neuen Wohngebiets Belästigungen durch Lärm und Staub nicht auszuschließen, bittet er um Verständnis : " Wir wollen diese aber so gering wie möglich halten. "