" Höfe halten Hof " - die erfolgreiche Gemeinschaftsaktion von Harzsparkasse, Volksstimme, Förderverein Bürgerpark und Wernigeröder Stadtverwaltung - ist mitten in ihrer vierten Runde. Und auch diesmal haben sich inzwischen mehr als 20 Bewerber für eine Teilnahme gemeldet. So auch Veronika Lukasik.

Wernigerode. " So etwas hatten wir in dieser mediteranen Vielfalt noch nicht. " Frank Schmidt steht auf dem Hof von Veronika Lukasik in der Großen Dammstraße 24 und ist von dem, was er sieht, uneingeschränkt begeistert.

Wernigerodes Gartenamtsleiter und Juror für die Gemeinschaftsaktion blickt auf Feigenbäume, Granatäpfel, Litschi, Oleander, einen argentinischen Roten Pfefferbaum, Kakteen, Kiwis, Bananenstauden, Kaffeebäume, eine Seidenakazie und andere tropische Gewächse, die hier auf gut 150 Quadratmeter Fläche prächtig gedeihen. Dazu werden Betonflächen mit Wein, Klematis und Rosen " wunderbar kaschiert ", fi ndet Schmidt. Ein wahrer Hingucker neben vielen bunten Farbtupfern aus Sommerblumen ist auch ein Blauregen, der das Areal überrankt und so eigentlich in zwei Höfe teilt.

Veronika Lukasik hat sich ihre sprießenden Lieblinge zum Teil von Urlaubsreisen mitgebracht, viele allerdings auch selbst gezogen. So stehen gerade 70 kleine Kaffeebäumchen geschützt vor Wind und Wetter in einem Ausbau über der Garage. Die Wernigeröderin : " Dieses Jahr werden wir schon mal ein Tässchen trinken vom eigenen Kaffee. "

So viel Hingabe für das heimische Paradies hat allerdings ihren Preis. Zum einen liest die Hobby-Z üchterin viel Fachliteratur. Andererseits verbringt sie vom frühen Morgen an gut vier Stunden täglich damit, ihre Schützlinge zu gießen.

Frank Schmidt zeigt sich übrigens auch von der Gestaltung der Rasenflächen sehr angetan. Sie werden freigehalten bzw. mit Kübeln, " die man auch mal umstellen kann ", gekrönt.

Für Veronika Lukasik ist die Hofgestaltung längst nicht abgeschlossen. In einer Ecke würde sie gern " noch etwas mit Steinen " haben. Nur : " Da fehlt mir noch die Erleuchtung. "

Auch diese wird sich noch einstellen, ist der Höfe-Juror überzeugt. Frank Schmidt : " Das ist alles sehr schön stimmig ". Und : " Dieses Grundstück spricht sofort an. " Das sei so nicht zu erwarten gewesen, wenn man nur draußen auf der Straße vorbeifährt.